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Leider sind die Asienberichte noch nicht komplett fertig gestellt. Aber ich arbeite daran. Es folgen noch die restlichen Tioman Island Einträge, Singapore und Bangkok Teil 2.
Vielen Dank für das Verständnis!
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Recht früh am morgen musste heute aufgestanden werden, um nicht unseren Flug zu verpassen, man weiß ja nie wie lange man im Stau steht oder wie weit der Flughafen überhaupt weg ist. Wir waren auf jeden Fall recht froh endlich aus unserem hässlichen Hotel auschecken zu dürfen und der Taxifahrer vom Vorabend war auch überpünktlich vor unserem Hotel eingetroffen um uns dann zum Flughafen zu kutschieren. Für 4 Leute ist so ein Kuala Lumpur – Standard – Taxi zwar irgendwie doch etwas zu klein geraten, wenn jeder auch noch sein Gepäck dabei hat. Aber nach etwas Stopferei passte dann doch alles in das kleine Automobil mit riesigem Gastank hinten im Kofferraum (hier wird anscheinend viel mit Gas gefahren, zumindest die Taxen sind oft hybrid…), ein paar Gummispanner haben das Gepäck dann vorm raus fallen bewahrt – schließen konnte man den Kofferraumdeckel zumindest nicht mehr.
Nach einer etwa einstündigen Fahrt kamen wir dann unbeschadet am alten Flughafen von Kuala Lumpur an, nach der Eröffnung des neuen großen internationalen KL Flughafens scheint hier nicht mehr wirklich viel los zu sein. Angeblich nur noch für Inlandsflüge benutzt, wirkte dieser Flughafen auf uns alles andere als ermutigend. Nachdem wir sowieso schon Schreckensgeschichten über Flüge nach Tioman gehört hatten, trug der Anblick dieses Geisterflughafens nicht wirklich zu unserer Erleichterung bei. Wirkte er doch auf uns wie nach dem dritten Weltkrieg – riesige Empfangs- und Abfertigungshallen ohne jegliche Einrichtung. Keine Musik, keine Durchsagen. Keine Menschen, kein Gepäck, keine spielenden Kinder auf den Fluren. Kein Eintrag auf der Anzeigetafel. Keine Essensgerüche. Rolltreppen die schon lange niemanden mehr befördert hatten. Einfach nur Stille. Totenstille. Unglaublich, dass hier noch jemand freiwillig in ein Flugzeug einsteigt. Wir müssen verrückt sein.
Nun ja. Wie auch immer. Nach einiger Fragerei, ob wir denn wirklich richtig seien und etwas Konversation mit den paar Personen die man hier gelegentlich doch antreffen konnte (die aber keineswegs einen weniger ängstlichen Eindruck auf uns machten…) haben wir dann tatsächlich herausgefunden wo wir einchecken und unser Gepäck aufgeben konnten, uns dann in die Wartehalle gesetzt und darauf gewartet, dass unser Flugzeug eintrifft – eine wunderschöne alte Propellermaschine mit etwa 40 – 50 Sitzen (grob geschätzt…). Und dann ereilte uns auch schon der nächste Schock als wir einen genaueren Blick auf das Flugticket geworfen haben, dem wir zuvor nicht wirklich viel Beachtung geschenkt haben... Jeder Flughafen auf der Welt besitzt einen dreistelligen Code aus Buchstaben als Abkürzung. Und der Flughafen auf Tioman Island wagt es doch tatsächlich die Kombination TOD zu tragen, was dazu führte, dass auf unseren Flugtickets Folgendes zu lesen war: Destination: TOD (siehe Foto…). Soviel zum Thema keine Angst vorm Fliegen.
Es war aber letztlich dann doch gar nicht so schlimm, nur etwas abenteuerlicher als man es sonst gewohnt ist. Die Propeller wurden schon beim Einsteigen angelassen und eine nette Stewardess wies uns freundlich darauf hin doch da besser nicht rein zu rennen. Durch die Scheiben konnte man nicht wirklich mehr etwas sehen und aus der Lüftung über mir ist den ganzen Flug über Wasser auf meinen Kopf getropft. Und auch die Tatsache, dass am Ende der Landebahn auf Tioman Island gleich ein dicker Berg steht, konnte uns nicht mehr erschrecken. Wir haben es überlebt und beim Anblick der Insel war sowieso jegliche Angst vergessen, wir standen plötzlich mitten in einem tropischen Paradies am Ende der Welt. Um uns herum nur Palmen. Absolut kristallklares Wasser an der Bootsanlegestelle, wo wir ein Schnellboot nahmen das uns zum ABC Strand bringen sollte - eine Bucht etwas nördlich vom Flughafen, die wir auserwählt hatten für unseren Aufenthalt auf dieser Insel.
Nun mussten nur noch unsere Bungalows direkt am Strand bezogen und ein Tauchtrip für den Folgetag organisiert werden und unser 4tägiges Inselglück konnte beginnen.
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Nach dem Mittagessen ein paar weiteren Fahrten mit der Monorail und der Erkenntnis, dass es um 14 Uhr doch angenehmer ist sich in einem klimatisierten
Raum zu befinden machten wir uns daran, einen weiteren Teil unserer heutigen Mission zu vollenden: Die Planung des nächsten Tages. Da sollte es nämlich
mit dem Flugzeug nach Tioman Island gehen, einer kleinen abgeschiedenen paradisisch anmutenden Insel an der Ostküste Westmalaysias. Leider fehlte noch ein
wichtiger Baustein des ganzen: Das Ticket fürs Flugzeug. Wir hatten versucht, übers Internet eine Buchung bei Berjaya Air zu machen (die einzige Fluglinie,
die dorthin fliegt..), allerdings hat das ganze
anscheinend nicht so ganz geklappt - wahrscheinlich war es aber auch einfach zu kurzfristig. Also haben wir im Internet nach dem nächsten Berjaya Office
in Kuala Lumpur gesucht. Dieses sollte in einer Einkaufsmall gefunden werden die wir dann spontan versuchten aufzusuchen. Dort angekommen, bot sich uns
eine recht noble und beschauliche Mall, mit dem einzigen Problem, dass genau das Berjaya Office hier schon geschlossen hatte und vor Montag nicht mehr aufmachen
wollte. Durch die Hilfe einer extrem freundlichen einheimischen Frau konnten wir dann jedoch noch erfahren, dass es ein weiteres Office ein paar
Straßen weiter geben würde. Wieder in irgendeiner Einkaufsmall, davon gabs hier viele. Allerdings mussten wir bei unserer Ankunft feststellen, dass diese Mall
jegliche vorstellbaren Dimensionen sprengte. Berjaya Times Square war ihr Name. Konnten wir uns nichts darunter vorstellen - war halt irgendeine Adresse -
mittlerweile weiß ich, dass es die größte Einkaufsmall der Welt ist. Und ich dachte damals die Mall of America in Minneapolis wäre groß... pah. Lächerlich, die ist
von der Quadratmeteranzahl der Verkaufsfläche nur etwas mehr als halb so groß...
Nun denn. Unbewusst in der größten Einkaufsmall der Welt suchten wir schnell das Office im 6ten Stockwerk und stellten fest, dass doch gerade lieber
eine Mittagspause dort gemacht wurde. Wir wurden gebeten in einer Stunde nochmal dort zu erscheinen, dann würde mehr Kompetenz zur Verfügung stehen und
die Wahrscheinlichkeit, dass uns geholfen würde sollte exponentiell ansteigen. Und naiv wie wir waren, versuchten wir in der Zwischenzeit einfach mal ein
bisschen die Einkaufsmall zu erkunden. Ha! Reingefallen. Nach ca. 15 Minuten Staunerei über 10 stöckige Innenhallen mit Shops soweit das Auge blicken kann,
der Verwunderung über den riesigen Indoorfreizeitpark der sich mit seiner Achterbahn irgendwie durch das halbe Gebäude schlängelte und unendlich vielen
Menschen, die hier rumwuselten und sich anscheinend sehr sicher waren wo in diesem riesigen Teil sie sich gerade befanden, wurden 3 arme europäische Seelen
von einer hochgefährlichen mit armabhackender Intention arbeitenden Fahrstuhltür voneinander getrennt (nein ehrlich - wenn ich den Arm nicht schnell
weggezogen hätte, wäre es schmerzhaft geworden...). Und Wiederfinden ist in dieser Mall so eine Sache,
wahrscheinlich hat der "Wiederfindungsbeauftragte" beim Entwurf dieser Mall nicht bedacht, dass es durchaus Menschen geben könnte die nicht im Besitz eines
Mobiltelefons sind. Es war eine Katastrophe, aber durch viel Glück und nach vielen Tränen fand sich die Gruppe wieder zusammen, mit gedämpfter Laune und
wenig Shoppinglust. Also nur noch schnell irgendwie das Berjaya Office erneut gesucht, Tickets gekauft und geflüchtet. Dieses Einkaufszentrum ist einfach
zu groß. Wenn ich konstruktive Kritik üben darf: Ein paar mehr Navigationshinweise wo man sich gerade befindet und wie das ganze Ding aufgebaut ist wären
doch recht hilfreich gewesen. Und noch viel toller wären einheitliche Bezeichnungen der Stockwerke - niemand kann wissen, dass er wenn er mit einem Fahrstuhl in die erste
Ebene fährt eigentlich in Ebene 5 des gesamten Gebäudes ist und umsteigen muss um noch tiefer zu kommen... Vielleicht liest diesen Text ja ein
"Verbesserungsbeauftragter".
Nach einer kleinen Erholungspause im Hotel und einer weiteren Mahlzeit um die erlebten Schrecken zu vergessen gings dann Abends gegen Einbruch der Dunkelheit
noch auf den 420 Meter hohen Menara Kuala Lumpur. Menara Kuala Lumpur ist der Telekommunikationsturm von Kuala Lumpur auf den man für 20 Ringit
per Lift hochgefahren wird. Von hier bot sich uns ein wundersam leuchtendes Kuala Lumpur bei Nacht und vor allem die Petronas Towers konnte man nochmals
toll betrachten. Leider ist es mit dem Fotos machen nicht so einfach, da man durch eine Scheibe fotografiert und ständig Spiegelungen im Bild sind.
Erschöpft von dem ganzen Hin- und Her am Tag kombiniert mit der ständigen Hitze gönnten wir uns nach dem Turm dann nur noch ein Taxi, welches uns zurück
zum Hotel bringen sollte. Der sehr nette Taxifahrer mit einem durchaus guten Geschäftssinn fragte uns dann über unsere weiteren Reiseplanungen aus und sicherte
sich so eine weitere Fahrt am nächsten Morgen zum Flughafen, wo unser Trip mit dem Flug nach Tioman Island fortgesetzt werden wollte.
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Nach dem Aufstehen um halb 6 Uhr morgens ging es ohne Frühstück direkt zur Monorail Station und dann mit der Bahn Richtung Norden. Wenige Stationen später
mussten wir dann nur noch ein paar Minütchen zu Fuss gehen, um uns immer näher an die Türme heranzutasten welche wir heute besichtigen wollten.
Wir hatten nämlich erfahren, dass man durchaus auf die Türme hochfahren kann, obwohl die
Petronas Towers eigentlich kein öffentliches Gebäude sind (sie sind ja Hauptsitz von Petronas, einer malaysischen Mineralölaktiengesellschaft).
Man darf allerdings nicht bis ins höchste Stockwerk in etwa 380 Meter (das ganze Gebäude ist inklusive Spitze 452 Meter hoch) sondern nur
auf die Skybridge, welche im 41sten und 42sten Stockwerk die beiden Türme 1 und 2 miteinander verbindet - diese liegt somit in etwa 170 Meter Höhe.
Jeden Tag außer Montags werden von Petronas morgens ab 8:30 Uhr eine uns unbekannte Anzahl an Karten für die Besichtigung der Skybridge zum
Nulltarif vergeben (angeblich sind es um die 800 Karten - nach meinem Eindruck waren es ca. 2 Fahrstuhlladungen Touris alle 15 Minuten bis zum Abend).
Da die Anzahl der Karten jedoch eben begrenzt ist und das ganze nach dem "First come - first serve" Prinzip abläuft erkennt man nun hoffentlich den Grund
für die Tatsache, dass wir mitten in der Nacht aufgestanden sind und schon in der Morgendämmerung vor den beiden riesigen Türmen standen. Wir wollten da
unbedingt hoch! Nach der Ankunft und einigen begeisterten Anfangsfotos mussten wir uns dann auch schnell in das Innere des Turms aufmachen,
der Eingang zum "Warteraum" lag auf der linken Seite direkt nachdem
man die Eingangslobby der beiden Türme betreten hat. Also der linke Turm, wenn man von Norden kommt (da wo nicht die grüne Parkanlage ist) -
keine Ahnung ob das nun Turm 1 oder Turm 2 ist. Ist aber ansonsten auch ganz gut beschildert. In unserem "Warteraum" angekommen merkten wir auch recht
schnell, dass wir richtig waren - denn hier saßen schon etwa 50 Leute auf dem Fussboden in einer zickzackartigen Warteschlange die regelmäßig von einem
"Warteschlangenbeauftragten" in schöne Formen gebracht wurde damit sich die Leute nicht vordrängeln. Es wäre mit Sicherheit einfacher gewesen, wenn man
hier ein paar Begrenzungsbänder aufgestellt hätte, ähnlich den Warteschlangen an CheckIn - Schaltern am Flughafen. Oder wenn man die beabsichtigte Form
der Warteschlange auf den Fussboden aufgemalt hätte. Aber so wurde wenigstens ein weiterer
Arbeitsplatz geschaffen und obwohl es gegen Ende (also kurz vor der Eröffnung des Schalters für die Ausgabe der Karten) doch recht voll und eng
wurde, hat sich kaum jemand vorgedrängelt - der Beauftragte hat eigentlich ganz gut aufgepasst und das ganze überblicken können.
Und eine weitere Beobachtung war: Die Warteschlange kontrolliert sich selbst. Die Leute haben sich schon gewehrt und gesagt wo denn das Ende der Schlange
ist, wenn wieder einmal ein paar mit Vordränglungsabsichten geprägte und sich dummstellende Touris ankamen und so getan haben als wüssten sie nicht wie
das hier abläuft.
Nach 2 Stunden Warterei hatten wir dann aber doch tatsächlich recht schnell nach der Eröffnung des Schalters unser Ticket in der Hand. Wir
konnten uns aussuchen, ob wir einen Termin für die Besichtigung sofort wünschten oder ob wir erst zu einer späteren Tageszeit hochfahren wollten. Da
unser Tag jedoch voll ausgebucht war, kam es uns sehr recht, dass wir auch sofort hochfahren konnten. Also gingen wir mit unserem Ticket für den Fahrstuhl
um 9:15 Uhr erst durch eine Sicherheitskontrolle (Xray und die übliche Flughafenfummelei) und dann direkt weiter in einen weiteren Warteraum -
einer Art Präsentationskammer wo mit Hilfe von Bildern, Videos und Modellen schon mal ein Voreindruck
vermittelt wurde wie toll die Türme doch sind. Nachdem unsere Fahrstuhlzeit aufgerufen wurde, wurden wir in einen weiteren Raum geleitet, der einem kleinen
Kinosaal ähnelte. Hier stellte sich uns jemand vor, der uns bei unserer Tour begleiten sollte und ein bisschen was über den Ablauf erzählt hat und dann
gab es noch einen knapp 10 Minuten langen Film über das Petronas Unternehmen - normale "Firmenpropaganda", eigentlich recht interessant.
Außerdem war der ganze Besuch hier ja komplett umsonst (bis auf die kleinen Strapazen mit der 2 stündigen Warterei), da käme ich gar
nicht auf den Gedanken irgendwie zu meckern - das war voll okay und absolut im Rahmen des Erträglichen. Nach dem Filmchen gabs dann nur noch eins:
Rein in den Fahrstuhl und die paar Sekunden bis in den 41sten Stock fahren und die Aussicht genießen. Wirklich schön. Nur leider sehr kurz - nach etwa 10
Minuten mussten wir wieder runter - es gab ja einen straffen Zeitplan, die Brücke trägt nicht unendlich viele Leute und unten wurde der Warteraum noch immer
voller. Aber wir waren oben auf der Brücke! Yay!
Nun denn. Auf der anderen Seite der Türme gibt es noch eine ziemlich große Garten- bzw. Parkanlage mit Wiesen, Sitzecken und einem riesigen Kinderspielplatz.
Natürlich von Petronas gebaut. Nett angelegt, sauber und sehr ordentlich gehalten. Von hier hat man ständig den freien Blick auf die Petronas Towers, der
freie Speicher auf meiner Digitalkamera hat da ziemlich drunter gelitten. Nach unzähligen Fotos machten wir uns dann aber doch irgendwann auf den Rückweg.
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Nach dem Aufstehen ging es heute ohne großartiges Frühstück sofort zum Auschecken und dann wartete um 9 Uhr auch schon der von uns bestellte kleine
Taxibus vor den Bungalows auf uns. Von diesem ließen wir uns dann zum Flughafen Phuket chauffieren, dieser war von unserem Örtchen ungefähr 50 Kilometer entfernt.
Viel zu früh waren wir dann am Flughafen Phuket, aber lieber zu früh als den Flug verpassen, die übliche Panik. Der Flughafen selber ist zwar klein aber ansonsten
eigentlich ganz nett. Vor allem sauber und gepflegt.
Ein paar Stunden Warterei, zwei Dunkin Donuts, einigen geschriebenen Postkarten und einem nicht wirklich spannenden Duty - free Einkauf später konnten wir dann
unsere recht neue Maschine von Air Asia betreten, die uns bei freier Sitzplatzwahl einen wundervollen Blick zurück auf Phuket und Malaysia von oben gewährte. Nach gut
einer Stunde erreichten wir dann unser Ziel, Kuala Lumpur - die Hauptstadt Malaysias. Beim Anflug bot sich uns ein etwas fragwürdiger Anblick: Quadratkilometergroße
Ölpalmenplantagen bis zum Horizont. Ob es hier mal Urwald gab?
Wie auch immer - nach dem Landen stiegen wir über eine Treppe aus unserer Maschine und gingen in Richtung Ankunftshalle. Neben unserer Maschine standen da noch ca. 8 weitere
AirAsia Maschinen und irgendwie sah das ganze aus wie ein heilloses Durcheinander, denn aussteigende und einsteigende Passagiere begegneten sich auf einem markierten Weg. Das
ganze war organisiert wie eine Art Bushaltestelle, ich glaub ich hätte auch einfach wieder in eine der anderen Maschinen einsteigen können... Aber das wollten wir natürlich nicht.
Also ging es nach dem Abholen des Gepäcks quer durch den Flughafen auf der Suche nach einem Geldautomaten. Diesen gefunden, kauften wir uns an einem Schalter einen Taxicoupon.
Diese Vorgehensweise wurde empfohlen, da sie wohl Sicherheit gegen Betrügereien versprach (plötzlich kostets mehr..) weil man über den Coupon schon vorher bezahlte. Irgendwie haben
wir für unser Taxi also irgendwas bei 60 Ringit gezahlt - ca. 13 Euro geteilt durch 4. Macht irgendwas bei 3 Euro nochwas pro Person. Für eine Fahrt bis in die Innenstadt von
Kuala Lumpur zuzüglich Aufenthalt im Freitagabendverkehrsstau. Etwa 2 Stunden haben wir für die knapp 50 Kilometer somit gebraucht. Zu diesem Preis ein außerordentliches Schnäppchen.
Übrigens gibt es in Malaysia hervorragende Autobahnen, zumindest um Kuala Lumpur herum.
Unser Hotel war auf der Bukit Bintang, eine recht belebte Straße ziemlich weit in der Innenstadt gelegen. Voller Hotels, Läden, Internetcafes
und Massagebuden. Dieses hatten wir telefonisch im Voraus von Phuket aus gebucht, allerdings regelrecht blind nach dem Verfahren "wir nehmen
was wir kriegen, hauptsache günstig". Und so war es dann auch, nicht wirklich ein hübsches Hotel mit Zimmern die ihre besten Zeiten schon vor
20 Jahren hatten. Und der Blick aus dem Fenster war eher ernüchternd. Anscheinend sind schöne und hässliche Straßen immer im Wechsel parallel zueinander
gebaut, eine Straße um den Besuchern einen schönen Eindruck zu vermitteln und wo man sich auch nachts noch traut langzugehen. Und dann hinter den
Hotels eine dunkle Gasse als Dienstboteneingang, Anlieferungszone, Müllabladegebiet, Rattenlebensraum usw. - Also: Besser nicht aus dem Fenster gucken und brav die
stickige Klimaanlagenluft inhalieren oder sich nur in der Nacht im Hotelzimmer aufhalten wenn man eh nix sieht. Letztere war unsere bevorzugte
Variante.
Nun denn, nachdem wir unsere wunderschönen Zimmer bezogen haben, machten wir uns wenige Minuten später gleich wieder auf, um uns Kuala Lumpur noch etwas
näher anzuschauen und vor allem um uns auf Nahrungssuche zu begeben. Also ging es in die "richtige" Innenstadt, vorbei an riesigen Märkten, Busbahnhöfen,
immer größer werdenden Hochhäusern und Flüssen die zwar auf der Karte eingezeichnet sind, in der Realität allerdings komplett von Häusern und
Beton überbaut sind. Kurz hinter dem großen Busbahnhof in der Nähe des Maybank - Hochhauses liegt ein altes Gerichtsgebäude und dahinter ein
Platz mit dem höchsten Flaggenmast der Welt, in Gedenken an die Unabhängigkeitserklärung Malaysias vor einer mir gerade entfallenen Anzahl von
Jahren. Sehr schön erstrahlten hier die Straßen jedoch in einem orangenen Licht in Kombination mit einer Menge Lichterketten zwischen den Laternen,
ideal für ein paar Nachtaufnahmen, sehr zum Missfallen meiner Begleiter da das ganze immer ziemlich zeitaufwändig ist.
Und zwischen den Straßenschluchten gabs immer wieder einen Blick auf die extrem hell beleuchteten Petronas Towers, das zweit- und dritthöchste
Gebäude der Welt (zum aktuellen Zeitpunkt war der Burj Dubai allerdings schon höher als die Petronas Towers und der Taipei 101 in
Taiwan, somit sind die Petronas Towers jetzt eigentlich nur noch das dritt bzw. vierthöchste Gebäude der Welt... wie auch immer.). Und was dann
auch noch getestet werden musste war die kleine aber feine Monorail - Bahn, die sich auf hohen Betonpfeilern ihren Weg durch die stickige City
bahnte. Nicht wirklich ein Geschwindigkeitswunder (angeblich gibt es mehrere verschiedene Bahnen, aber die die wir benutzt haben war wirklich nicht
die Schnellste und vor allem von der Höhe her nicht gebaut für Europäer...) aber zu sehr günstigen Preisen konnte man sich mit dieser
geschickt viele Minuten Fussweg bei 30 Grad Nachttemperatur und 70 % Luftfeuchtigkeit ersparen. Am Ende landeten wir dann in einem recht
kleinen aber sehr guten indischen Restaurant, direkt in der Nähe unseres Hotels. Dafür wäre zwar keine Rundreise quer durch die Stadt nötig
gewesen aber Kuala Lumpur bei Nacht ist wirklich schön und nur zu empfehlen. Und wirklich unsicher haben wir uns eigentlich nie gefühlt, man
muss ja nicht jede dunkle Gasse mitnehmen.
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Da ich nach dem Zweitagestrip immer noch nicht genug bekommen hab, buchte ich für den heutigen Tag gleich nochmal einen eintägigen Tauchtag.
Diesmal ging es erneut zum Shark Point, wo ich ja bisher nur schnorcheln war. Außerdem nochmal nach Ko Doc Mai, der Blumeninsel und dann noch
zum King Cruiser, einem 80 Meter langen Wrack in ungefähr 30 Meter Tiefe. Also hab ich im Prinzip nur einen Tauchplatz doppelt besucht, das
machte aber überhaupt nichts, ich hätte dort auch 10 mal Tauchen gehen können und hätte mich wohl immer noch nicht satt gesehen.
Irgendwie sieht man doch immer wieder etwas Neues, die Strömung ist anders, die Sicht besser oder schlechter usw...
Und sowieso: Es gab wieder die genialen Pfannkuchen!
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Direkt nach Sonnenaufgang mussten wir nach einem 5 minütigen Frühstück gleich wieder mit dem gesamten Gepäck an den Strand rennen wo ein kleines
Boot auf uns wartete und uns dann direkt zur Greta brachte. Anscheinend hat die Greta nicht die ganze Nacht über am Pier liegen können und so
mussten wir etwas raus fahren und konnten erst dort an Bord gehen. Schon ein bisschen stressig, aber man ist ja nicht zum Vergnüngen hier...
Und dann gings auch gleich weiter, auf dem Plan standen Ko Bida Mai, Anemone Reef und Ko Doc Mai. 3 wunderschöne Tauchgänge, bei denen die Müdigkeit sofort vergessen war
und die sich in Bezug auf "was haben wir gesehen" wirklich gelohnt haben. Dabei war ein zwei Meter langer Leopardenhai (siehe Foto, leider war die
Sicht bei diesem Tauchgang nicht sooo super), einige Schwarzspitzenriffhaie (die konnte ich irgendwie nicht wirklich fotografieren, die sind einfach
zu schnell und soooo süß wenn sie so wild umherhuschen) und ein paar kleinere Ammenhaie (auch nochmal Foto). Das war wirklich toll, lässt
sich aber in einem Text leider nur sehr schwer beschreiben resp. verdeutlichen. Nun ja. Vielleicht glaubt mir es ja trotzdem jemand...
Am frühen Abend machten wir uns nach dem letzten Tauchgang auf in Richtung Heimathafen, von dort hat man uns dann wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt
gebracht, unseren Bungalows in Karon. Oh, eins hab ich vergessen zu erzählen: Wenn ihr die besten Pfannkuchen der Welt essen wollt: Die gibts auf
der Greta vom dortigen Chefkoch ! Wirklich!
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Direkt nach dem Aufstehen wurden wir morgens um 7 Uhr auf der Straße vor unserem Bungalow von einem kleinen
Pickup - Bus - Wagen - Gefährt von Calypso Diving abgeholt und mit einigen anderen Tauchern zur Ostküste von
Phuket gefahren. Auf dem Weg machten wir einen Zwischenstopp an einem Restaurant für die Verpflegung, an einem
Obstverkäufer für jede Menge gesunde Beilagen und an einem Laden der nichts anderes als Eis verkaufte, in -
riesigen Tüten - damit unsere Getränke auch gut gekühlt werden konnten. Dann ging es weiter in Richtung Hafen.
Dort wartete an einem kleinen Pier die "Greta" auf uns, unser Tauchschiff für die nächsten 2 Tage. Kaum an Bord
ging es dann auch sofort los in Richtung Phi Phi Island, wo wir am Ende des Tages übernachten sollten. Direkt
nach dem Ablegen gab es dann erst einmal eine "Einweisung" was wir wie zu machen hätten und worauf wir an Bord
und vor allem während der Tauchgänge beachten sollten. Danach durften wir uns auf das Frühstück stürzen, welches
die Bordcrew schon vorbereitet hatte, der gesamte Zweitagestrip war natürlich all inclusive - bis auf die Getränke.
Auf Phi Phi Island wurde übrigens der Film "The Beach" mit Leonardo Di Caprio gedreht, falls den jemand kennt.
Für den heutigen Tag standen insgesamt 4 Tauchgänge auf dem Plan, von denen ich
an 3 Stück teilnehmen sollte. Leider meinte Owen, dass der erste Tauchgang - "Shark Point" - nicht unbedingt als erster
Open Water Dive geeignet wäre, da es dort sehr starke Strömungen geben soll. Er bot mir jedoch an, dass man dort jedoch
ohne Bedenken Schnorcheln gehen könnte, also konnte ich meine anfängliche Enttäuschung mit einem wunderschönen Schnorchelgang
sehr schnell wieder vergessen. Nach dem Schnorchelgang war mir jedoch auch klar, dass er mit seiner Aussage auf jeden Fall
Recht hatte, es war nicht wirklich einfach beim Schnorcheln die eigene Position zu halten. Shark Point ist in etwa ein kleiner
Felsen im offenen Meer an welchem es relativ schnell tief wird - der Schnorchelgang beschränkte sich also auf die direkte
Region um diesen Felsen und man musste somit aufpassen, dass man nicht auf die scharfen Felskanten gespült wird. Das wäre
sehr schnell zu einem blutigen Unterfangen geworden. Shark Point heißt übrigens Shark Point, weil man hier sehr oft Leopardenhaie
in relativ niedriger Tiefe sehen kann. Diese halten sich am Tag in der Regel auf dem Meeresboden auf und ruhen dort. Wenn man in
der Frühe dort tauchen geht hat man oft das Glück diese Haie zu sehen.
Der nächste Tauchgang sollte dann also mein erster richtiger Tauchgang werden - ich war unglaublich aufgeregt. Nach einer
Einweisung durch Owen ging es dann auch gleich zur Vorbereitung, wir legten unsere Ausrüstung an, führten den Predive - Check
durch und nach dem Ertönen des "Wir haben unseren Tauchplatz erreicht" - Signals durch den Kapitän sprangen wir rein. Der
Tauchplatz war "Ko Bida Nok", direkt in der Nähe einer kleinen Nachbarinsel von Phi Phi, eigentlich war es eher ein großer Felsen im
Meer, über Wasser recht hoch und grün bewachsen, unter Wasser mit einer wunderbaren Unterwasserwelt versehen. Ein idealer
Ort um mit dem Tauchen anzufangen, auch wenn wir im ersten Tauchgang natürlich eher unseren Fokus auf weitere Übungen unter
Wasser legen mussten anstatt die Unterwasserwelt bewundern zu dürfen. Aber es war natürlich ein viel schöneres Ambiente, als
wenn man das ganze nur in einem blau angestrichenen Pool macht. Man muss nur aufpassen, dass man aus Unachtsamkeit nicht etwas
aus Versehen zerstört, also am besten alle Übungen immer weit weg von jeglichen Korallen machen. Es ging natürlich auch alles gut,
wir waren uns unserer Verantwortung selbstverständlich bewusst. Nach ein paar Übungen hat Owen den offiziellen Übungsteil dann
auch sehr schnell abgebrochen und wir sind noch ein paar Minuten so umher getaucht und haben den Tauchplatz genießen können.
Wirklich eine schöne Unterwasserwelt.
Ein paar Fotos habe ich auch schon machen können, ich hatte mir einen Monat vorher für meine alte kleine Digitalkamera ein
Unterwassergehäuse gekauft. Allerdings ist das fotografieren unter Wasser viel schwerer als ich es mir vorgestellt habe.
Da man ja ständig darauf aufpassen muss, dass man seine Position und Tiefe hält und vor allem nicht von der Strömung irgendwo
hingetrieben wird wo man gar nicht hin möchte (im schlimmsten Fall auf eine Koralle) und dann noch dazu kommt, dass sich die meisten
Lebewesen unter Wasser (Fische, aber auch Anemonen usw.) ständig in Bewegung halten, ist es wirklich fast unmöglich bei den ersten
Versuchen
scharfe Bilder zu machen. Zumal man dann auch noch anfangs die besten Einstellungen der Kamera ausprobieren muss und auch der Blitz nicht
wirklich ein gutes Hilfsmittel ist damit auch die Beleuchtung stimmt. Zumal sich die armen Fische dann immer erschrecken. Irgendwie war ich
nach den ersten Unterwasserfotoversuchen im ersten Tauchgang doch ein bisschen ernüchtert, weil viele Dinge einfach nicht scharf geworden sind.
Mein Respekt geht da an die wirklich professionellen Unterwasserfotografen, wobei die wahrscheinlich auch nochmal eine bessere Ausrüstung haben
mögen. Also hab ich mich als Anfänger auf den ersten Tauchgängen noch etwas zurück gehalten, um ja nichts unter Wasser (also Korallen und so, nicht die
Kamera) kaputt zu machen.
Nach dem zweiten (für mich ersten) Tauchgang gab es dann auch gleich schon Mittagessen, man hat wirklich einen wahnsinningen Hunger nach
einem Tauchgang, zum Glück gab es beim Mittagessen auch eine reichhaltige vegetarische Auswahl, sonst wär ich glaub ich verzweifelt.
Die zwei folgenden Tauchgänge (Palong Bay und Losama Bay) waren insgesamt auch noch sehr schön, allerdings waren wir am Ende dann wirklich körperlich total
ausgelaugt und freuten uns nur noch auf unser Bett. Es ging dann also zur Dämmerung in den Hafen von Phi Phi Island, wo es eine kleine Besiedlung
in einer Art Piratenbucht gab. Dort legten wir mit der Greta an einem Pier an und gingen dann zu Fuss mit unserem gesamten Gepäck (wir hatten auch
unseren großen Rucksack dabei, da wir auf Phuket am Morgen in unseren Bungalows ausgecheckt hatten) einen 10 minütigen (Gewalt-)Fussmarsch in Richtung
unserer wunderschön am Hang gelegenen Häuschen mit Bucht - Blick. Traumhaft. Nach einem kurzen Abendessen am Strand gab es dann nur noch eins: Schlafen!
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Die letzten 2 Tage waren wir hauptsächlich damit beschäftigt unseren Tauchkurs über die Bühne zu bringen, damit
wir für den morgigen zweitägigen Tauchtrip auch gut vorbereitet sind. Deswegen haben wir brav um 9 Uhr morgens
in der Tauchschule auf unseren Stühlen im klimatisierten Unterrichtsraum gesessen und uns die tollen Padi -
DVDs angeschaut, selbstverständlich total aufmerksam im Padi - Buch mitgelesen und natürlich die super
Wissensüberprüfungen gemacht. Diving is fun! Yay! Ich liebe die tolle Padi - Propaganda ;)
Nach dem Mittagessen ging es dann ab in den Pool, wo wir unsere confined water dive - Übungen machten. Unser
Tauchlehrer Owen hat das ganze wirklich sehr nett vermittelt und ich glaube, dass wir uns auch nicht allzu blöd
angestellt haben, aber da mag er selbst wohl eine andere Version von erzählen. Jedenfalls hat das meiste beim
ersten oder zweiten Versuch geklappt, so schwer fand ich die Übungen aber nun auch wirklich nicht. Insgesamt
eine sehr nette Sache, sowohl die Theorie als auch die ersten Versuche unter Wasser.
Abends gab es dann als persönliche Belohnung und um den unglaublich großen Hunger zu stillen immer ein lecker
Essen beim nächstbesten Thai - Restaurant zu einem Preis, bei dem man sich immer wieder fragt was man davon in
Deutschland alles nicht kaufen könnte. Unglaublich günstig. Vor allem diese leckeren, frisch gepressten und
eiskalt servierten Frucht - Shakes. Unvergesslich und nur zu empfehlen. Und als Nachtisch ging sowieso immer
noch ein Eis, es kam jedoch schnell die Frage auf, ob es zwischen Banana - Boat und Banana - Split per
Definition einen Unterschied gibt und wieviele Kilogramm durch das Eis am Ende des Urlaubs auf der Anzeige der
Waage mehr zu entdecken sein würden. Na wenn man sonst nix zu tun hat...
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Relativ erfolglos war mein Versuch nach den zwei DVDs noch irgendwie zu schlafen. Zumal wir um ca. 1 Uhr nachts irgendwo im Nirgendwo auf einem
seltsamen "Rasthof" angehalten haben und dort zum ersten Mal wieder den Bus verlassen konnten bzw. mussten. Wahrscheinlich um die zwei Bordtoiletten
etwas zu entlasten, die zu dieser Zeit schon einen leichten Duft im ganzen Bus verbreiteten. Auf dem komischen "Rasthof" gab es ein riesiges
Sortiment an seltsamen Lebensmitteln in allen Farben welche die moderne Chemie zulässt zu erwerben. Außerdem ein paar nette Stehklos die schon lange
keine Reinigungskolonne gesehen hatten...
Letzter Satz: Streiche "schon lange keine". Setze "noch nie eine".
Nach einem dreiviertelstündigen Aufenthalt hieß es dann, dass wir doch bitte wieder in den Bus einsteigen sollen. Weiter gefahren sind wir jedoch
dann irgendwie erst eine halbe Stunde später, weil - wie wir erfahren haben - der Busfahrer wohl sein Nickerchen noch etwas ausdehnen musste. Obwohl
wir darauf geachtet haben, dass das Buspersonal nicht nur aus einer Person bestand, war plötzlich fraglich ob man beim nächsten Mal nicht noch mehr
darauf achten sollte, dass die zweite Person die mitfährt nicht nur dazu da ist, um den DVD Player zu bedienen...
Wie auch immer. Irgendwann morgens als die Sonne aufging hatten wir dann endlich unseren ersten Umladepunkt Surat Thani erreicht. Und die Duftwolke
aus den Bordklos hatte auch etwas erreicht. Nämlich den Grenzwert des Erträglichen. Ein Glück für uns, dass wir umsteigen durften. Mit kleineren
Bussen ging es dann weiter in Richtung Phuket. Es wurden immer weniger Leute, wir waren letztenendes fast die Einzigen die nach Phuket wollten,
weshalb wir am Ende in einem nichtklimatisierten Schrottbus mit einem suizidgefährdeten Fahrer saßen der kein einziges Wort Englisch sprach. Aber
immer noch besser als der arme alleinreisende Backpacker, den man in einer der "Umladestationen" doch tatsächlich mitsamt seines riesigen Rucksacks
hinter den Fahrer eines kleinen Moppeds setzen wollte um ihn weiter zu befördern, selbstverständlich ohne Helm. Es gab anscheinend keine weiteren
willigen Mitreisenden, weshalb das kleinstmögliche und somit preisgünstigste Beförderungsgefährt gewählt wurde...
Nichtsdestotrotz haben wir irgendwann tatsächlich Phuket erreicht und versuchten unserem Fahrer, der von uns mit der ständig wiederkehrenden Aussage
"Ticketticket" irgendeinen Papierfetzen in Form eines Tickets haben wollte den wir schon lange nicht mehr hatten klarzumachen, dass wir nach
"Katakata" (Kata Beach) wollten. Und ja - wir sind dort tatsächlich angekommen.
Nach einem kurzen Stopp in einem Supermarkt unserer Wahl und einer anschließenden Erfrischung in flüssiger Art machten wir uns dann sofort auf den
Weg zu der Tauchschule, die wir uns rausgesucht hatten (Calypso Divers). Hier wurden wir sehr freundlich empfangen, wir machten sofort alles für
unseren Tauchkurs und einen Trip nach Phi Phi Island fest und ließen uns dann noch eine Unterkunft in der direkten Nähe empfehlen. Also haben wir in
die sehr nett an einem Hang gelegenen Bungalows eingecheckt, die Rucksäcke abgeladen und sind dann noch um ca. 16 Uhr in Richtung Strand gegangen wo
wir den Tag mit einem kleinen Schwimmgang im Meer haben ausklingen lassen.
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Wir hatten uns am gestrigen Abend noch dazu entschieden nur noch den heutigen Tag in Bangkok zu bleiben und
Abends dann mit dem Bus in Richtung Phuket zu fahren. Also checkten wir aus unserer Unterkunft aus und haben
das Gepäck bei dem Laden in dem wir das Busticket gekauft haben abgestellt. Danach gings dann zu Fuss die paar
Kilometer zum Königspalast, Wat Phra Kaeo und Wat Pho (liegender Buddha). Für den Königspalast und den Tempel
musste ich mir gegen ein Pfand eine total hübsche blaue Stoffhose anziehen, weil meine relativ lang gehaltene
kurze Hose doch wohl immer noch zu kurz war. Der Palast und die Tempel waren insgesamt sehr beeindruckend. Vor
allem sehr gepflegt und sauber gehalten, ein starker Kontrast zum bisher erlebten sonstigen Bangkok. Leider gab
es während unseres Besuchs einen ziemlich großen Regenschauer der die ohnehin schon stickige Luft noch feuchter
und somit unangenehmer machte.
Gegen Nachmittag kehrten wir dann zurück in Richtung Khaosan Road und stellten uns erneut den am Morgen schon
wagemutig überstandenen Straßenüberquerungen. Eigentlich müsste man dafür eine extra Lebensversicherung
abschließen - wenn man den Autos, Moppeds, Bussen, LKWs, Tuk-Tuks den verdienten Respekt entgegenbringt wie ich
es getan habe, kann man schon mal locker 10 Minuten an einer Stelle und am Rande der Verzweiflung stehen wenn
man über eine 8 spurige Straße möchte.
Um kurz vor 6 haben wir uns dann wieder in dem Laden wo wir für die Busfahrt abgeholt werden sollten
eingefunden, unser Gepäck wieder an uns genommen und wurden dann sehr pünktlich von einem Thai durch enge
Gassen zu unserem recht komfortablen Reisebus gebracht. Hier wurden uns feste Plätze zugewiesen und nachdem das
Gepäck verstaut war und wir noch über 30 Minuten auf diverse Nachzügler gewartet haben ging es dann endlich
los. Quer durch Bangkok haben wir dann noch mehr Leute aufgesammelt bis der Bus wirklich bis zum letzten Platz
gefüllt war. Lauter Amerikaner und Europäer die irgendwie in den Süden Thailands gebracht werden wollten.
Wirklich verlassen haben wir Bangkok dann erst schätzungsweise um 8 Uhr mit einer anscheinend nicht geplanten
Verspätung von einer Stunde. Was solls, immerhin wurden auf der Busfahrt noch 2 DVDs in englischer Sprache und
mit englischem Untertitel gezeigt was für eine allgemeine Erheiterung gesorgt hat, da die Verfasser des
Untertitels doch lieber hätten einen anderen Beruf ergreifen sollen bei den lustigen Dingen die da teilweise im
Untertitel zu lesen waren und die mal überhaupt nichts mit dem gesprochenen Text zu tun hatten.
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Nie wieder fliegen ohne Ohrenstöpsel. Auch wenn sie bescheuert aussehen, diese gehören ab sofort als Standard
in mein Handgepäck. Es lässt sich doch wirklich angenehmer schlafen damit und schreiende Kinder oder
schnarchende Sitznachbarn die einen in den Wahnsinn treiben gehören ab sofort der Vergangenheit an. Es sei denn
sie sitzen wirklich direkt neben einem. Dann helfen wahrscheinlich auch die Stöpsel nicht mehr viel und man
muss zu drastischeren Maßnahmen greifen.
Wie auch immer, unsere Maschine ist pünktlich zur Mittagszeit im ziemlich schwülen Bangkok gelandet und wir
durften als erstes den tollen neuen Flughafen Suvarnabhumi bewundern, dessen komplizierten Namen ich ständig
vergesse. Ziemlich nett und groß, in schlichtem und modernem Fabrikhallendesign gehalten mit viel Grün neben
den Stahl-/Glaselementen. Gefällt mir gut, auch wenn sein Ruf anscheinend momentan etwas angekratzt ist, weil
nach der Eröffnung wohl viele Baumängel aufgetaucht sind und anscheinend etwas wenig Toiletten geplant waren
und diese nun gerade nachinstalliert werden um dem hohen Bedarf der Passagiere gerecht zu werden.
Nachdem wir durch die Schalter des Immigration Office durch waren, unser Gepäck abgeholt und die letzten Euros
in Baht umgetauscht hatten, erwarben wir uns für 150 Baht pro Person sofort ein Busticket und begaben uns auf
den Weg in Richtung Khaosan Road. Nach über einer Stunde Fahrzeit und einigen Irrfahrten des Busfahrers sind
wir tatsächlich an unserem Ziel angekommen. Mit unseren viel zu schweren Rucksäcken ging es dann direkt in die
erste Unterkunft mit ziemlich kleinen Zimmern aber immerhin einer Klimaanlage damit die Nacht erträglich wird.
Danach ging es noch ein paar Mal über die Khaosan, mal gucken was es dort überhaupt so alles gibt. Vor allem
die Möglichkeiten, etwas Essbares in die Hände zu bekommen standen im Vordergrund - also wurde zum Ausklingen
des ersten Tages auch gleich ein entsprechendes Thailändisches Restaurant aufgesucht.
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Nun, da war der letzte Urlaub schon wieder über 6 Monate her und vom Urlaubskontingent des neuen Jahres waren natürlich noch ganze 20 Tage übrig die noch bis Ende August genommen werden wollten. Also begab es sich, dass ich mit meiner Schwester, ihrem Freund und noch einer Freundin am heutigen Tage vom Münchener Flughafen in eine Maschine mit Ziel Bangkok stieg. Das war auch alles was bisher geplant war. Hin- und Rückflug waren gebucht. Alles andere war noch vor Ort zu organisieren. Spontan ists eh am besten, da muss man sich nicht so früh festlegen und ist flexibel. Aufgrund diverser "bloß nicht das Flugzeug verpassen" - Ängste und akutem Fenstersitzplatzbedarf waren wir tatsächlich schon um kurz vor 12 Uhr Mittags am Flughafen in München angekommen und hatten noch genug Zeit um ganz in Ruhe unseren Platz in der Qatar - Airways Schlange im Terminal 2 einzunehmen. Da wir ohnehin noch soviel Zeit hatten, machte es auch gar nix dass unser Abflugzeitpunkt nochmal um weitere 30 Minuten nach hinten verschoben wurde. Also sollte es erst um 15:45 Uhr losgehen.
Unsere Fensterplätze im A330 waren gesichert, nur leider befanden sich diese im hintersten Teil des Flugzeugs direkt neben dem Klo. Und da auf dem Klo 3 verschiedene Herren- und Damendüfte zum freien Konsum angeboten wurden kamen bei jeder Öffnung der Klotür seltsame Parfümnebelschwaden an uns vorbeigezogen. Das war nicht so angenehm. Aber ansonsten ein netter Flug mit gutem Essen und durchaus erträglichem Sitzplatzabstand.
Als wir um kurz vor Mitternacht dann in Doha, unserem Zwischenstop in Qatar ankamen waren es noch kuschlige 35 Grad draußen. Ich will gar nicht wissen wie unglaublich warm es hier tagsüber sein muss. Allerdings war die Hitze hier relativ trocken und nur auf den 10 Metern vom Flugzeug zum vollklimatisierten Flughafenbus zu ertragen. Danach ging es in den relativ unspektakulären Flughafen von Doha, außer ein paar Duty - Free Shops, Sitzbänken, Imbissbuden und nicht abgelüfteten Raucherräumen in denen man von der einen Raumseite nicht zur anderen schauen konnte aufgrund des Qualms (nein - ich rauche nicht. Ich habe mich aus Solidarität nur kurz
hineingewagt, diesen Entschluss jedoch sofort bereut...) war hier eigentlich nichts weiter Aufregendes zu sichten.
Also um 1 Uhr nachts wieder in einen dieser Busse gesprungen und uns zum Anschlussflieger fahren lassen. Gleicher Typ, nur dieses Mal ohne Fensterplatz und ohne Kloduft. War aber auch gut so, da dieses Mal das Hauptaugenmerk auf möglichst viel Schlaf lag. Planmäßige Ankunft in Bangkok war erst um 12 Uhr Mittags am Folgetag.
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Bild 407
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