Da unser Flieger erst Mittags von Lusaka aus ging, hatten wir eigentlich keinen Stress am Morgen und konnten so sogar bewusst noch etwas länger schlafen. Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück haben wir dann unsere Taschen in den Landcruiser geschmissen und sind in Richtung Flughafen gefahren. Der Flughafen ist nur ca 15 Kilometer vom Campingplatz entfernt, also eigentlich keine weitere Geschichte. Hätte es nach 3 Minuten Fahrt nicht in Strömen angefangen zu regnen. Auch noch nicht weiter wild. Kombiniert mit einer Autopanne auf der besagten Strecke von 15 Kilometern jedoch durchaus ein Ereignis das eine Erwähnung verdient. Zumal man bedenken muss dass wir über 3500 Kilometer Afrika hinter uns gebracht haben, ohne ein einziges Problem mit dem Geländewagen. Zum Glück hatten wir noch genug Zeit, wir mussten nur im Regen in ein Taxi umsteigen das mit uns und unserem Gepäck wirklich überladen war. Und einen Taxifahrer hatte der in dieser Situation ein ziemlich hohes Honorar für die Beförderung auf den letzten 10 Kilometern verlangte und dem die total durchnässten Fahrgäste wohl irgendwie suspekt waren. Was solls. Im Landcruiser war übrigens irgendein Schlauch abgerissen den wir nicht finden konnten. Eigentlich war es die klassische Pannenszene, eine Motorhaube aus der mit einem zischenden Geräusch ein weißer Dampf in alle Seiten entweicht. War fast filmreif. Nun denn, wir sind auf jeden Fall noch pünktlich am Flughafen angekommen (wo natürlich sofort wieder die Sonne schien und die Luft unerträglich wurde durch die noch höhere Feuchtigkeit vom Regen). Ach ja, ganz nebenbei: Ein unklimatisierter und auch nicht wirklich belüfteter Flughafen. Gut, dass unsere Maschine 2 Stunden Verspätung hatte. Noch besser, dass wir deswegen nur 4 anstatt 6 Stunden Aufenthalt in Nairobi hatten. Denn Nairobi ist ein noch viel schönerer Flughafen als der von Lusaka. Achtung, Ironie. Zumindestens der Transitbereich. Ein seltsames Geflecht aus rund angeordneten Betonfluren mit zigtausenden von Souvenier- und Dutyfreeshops. Kombiniert mit einer Innentemperatur von ca. 30 - 35 Grad und einer CD mit Weihnachtsmusik die in einer Endlosschleife uns 4 Stunden Aufenthalt versüßt hat. Wirklich eine Empfehlung wert.
Auf dem Flug von Lusaka nach Nairobi war mir übrigens doch noch ein Blick auf den Kilimanjaro gegönnt. Diesmal von oben und auch dieses Mal war er von einer Wolkendecke umgeben. Man konnte ihn jedoch in der Ferne durchaus gut erkennen und ich hätte nicht gedacht dass er so gewaltig über die Wolkendecke ragt. Ein unglaublicher Anblick, ich wäre gerne noch etwas näher dran vorbeigeflogen. Aber da möchte ich nicht meckern, mit dem Fensterplatz auf der richtigen Seite hatte ich schon sehr viel Glück.
Nun denn, nach den besagten 4 Stunden in Nairobi ging es dann nachts mit einer 777 nach Amsterdam zurück. Hier möchte ich noch kurz bemerken, dass die Sitzplatzabstände von KLM in dieser Maschine wirklich unter aller Sau waren. Für meine Körpergröße von ca. 187cm absolut nicht mehr zu vertreten, das war wirklich ein schrecklicher Nachtflug. Schlafen undenkbar, es hätte mich nicht gewundert wenn sie vor dem Start Thrombosestrümpfe für alle verteilt hätten. Egal, ansonsten war wie immer alles wunderbar.
Nach dem Umsteigen in Amsterdam ging es dann direkt in den Sonnenaufgang mit einer kleineren Maschine nach München, bis auf den kleinen Schock bei unter 0 Grad Außentemperatur ist sonst nichts Aufregendes mehr passiert.
Alles in allem war es ein sehr sehr schöner fast - Monat in Afrika mit vielen tollen Begegnungen mit Menschen, atemberaubenden Landschaften und unzähligen Tieren. Bekannterweise kann Afrika aber auch anders sein - was man halt in den Nachrichten sieht. Ich möchte nicht sagen, dass wir hiervon gar nichts gesehen haben. Manchmal ist es einem gar nicht so bewusst. Die Armut ist mit Sicherheit relativ gesehen irgendwo allgegenwärtig, aber regional auch nochmal unterschiedlich ausgeprägt. Aids wohl auch, auch wenn es anscheinend gerne ein Tabuthema ist. Man muss aber auch sagen, dass z.B. Tansania generell gesehen wohl noch relativ gut dasteht im Vergleich zu einigen anderen Ländern auf diesem Kontinent, auch wenn es trotzdem zu den ärmsten Ländern der Welt gehört. Und wir natürlich alle Gebiete wo es für einen Touristen zu riskant sein könnte gemieden haben. Es war nun mal ein Urlaub der möglichst angenehm sein sollte. Wenn man Afrika noch intensiver kennenlernen möchte, muss man mit Sicherheit doch noch einen anderen Ansatz wagen. Ich kann auf jeden Fall jedem empfehlen mal nach Afrika zu fahren und sich seine eigene Meinung zu bilden. Zumal der Tourismus meines Erachtens eine gute Einkommensquelle für diese Länder ist. Manchmal die einzige verlässliche Einkommensquelle die es gibt. Aber bitte immer umwelt- und sozialverträglich reisen. Danke.
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Gegen Mittag erreichten wir heute unsere letzte Station, Lusaka. Nach einem kleinen Einkaufsstopp in einer modernen Einkaufsmall haben wir uns dann gleich in Richtung Campingplatz (Pioneer Camp) aufgemacht um dort unsere Zelte ein letztes Mal aufzubauen. Wieder ein sehr schöner Campingplatz mit sehr sehr warmen Duschen und super Essen. Wirklich ein toller Abschluss. Am Abend ist dort dann tatsächlich noch der Vizepräsident von Sambia aufgetaucht der dort gegessen hat und wohl ein Freund von der Besitzerin des Campingplatzes oder so ist. Noch ein gutes Zeichen dafür dass es ein guter Campingplatz war, auch wenn ich den Vizepräsidenten von Sambia nun nicht wirklich kenne..
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Nach unserem Besuch im South Luangwa Nationalpark stand nun eigentlich nur noch die restliche Strecke zurück nach Lusaka vor uns von wo aus wir den Rückweg nach Hause antreten sollten. Dabei machten wir noch eine Nacht Halt auf dem Mama Rula - Campingplatz, welchen wir als Zwischenstopp schon auf dem Hinweg in den Nationalpark besucht hatten.
Außerdem gab es noch eine Nacht im Bridge Camp direkt hinter der großen Brücke der Hauptstraße über den Luangwa. Die Brücke über den Luangwa ist ziemlich südlich in Sambia fast an der Grenze gelegen, auf der gegenüberliegenden Seite vom Bridge Camp liegt Mosambique. Alles in allem noch zwei sehr schöne Tage mit gutem Wetter, wenn wir von diesen auch ziemlich viel Zeit auf der Straße verbracht haben.
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Nach dem Besuch der Elefanten im Camp in der Nacht gab es noch eine halbe Stunde Schlaf, dann war es schon wieder Zeit aufzustehen. Heute waren zwei Fahrten mit einem offenen Jeep durch den Nationalpark geplant. Eine davon früh morgens wenn die Temperatur noch einigermaßen erträglich ist und die Tiere sich noch nicht vor der Hitze versteckt haben. Die zweite Tour als Nachtfahrt am Abend mit Start kurz vor Sonnenuntergang.
Also ging es ohne zu frühstücken direkt ab in den Jeep und wir fuhren ein paar Kilometer nordwärts um dort mittels einer Brücke den Luangwa zu überqueren. Kurz vor der Brücke war noch ein kleiner Kontrollpunkt mit Schlagbaum wo man die Gebühr für den Nationalpark zu entrichten hatte, das South Luangwa NP Main Gate. Wir machten dann noch einen kleinen Stopp mitten auf der Brücke um nach Krokodilen Ausschau zu halten die man von hier wohl manchmal sehen kann. Außer einer großen Gruppe von Hippos in einiger Entfernung und zwei risikofreudigen Anglern auf der östlichen Flussseite konnten wir jedoch nichts erkennen. Also ging es weiter, direkt nach der Brücke fängt der Nationalpark an. Geht man nach dem Schlagbaum gehört die Brücke eigentlich schon dazu, ich glaube jedoch dass sich hier nicht wirklich gern die Tiere rauftrauen. Aber eigentlich interessiert die Tiere der Fluss als Grenze des Nationalparks nicht wirklich, man trifft sie ja auch auf der anderen Seite des Flusses in großer Anzahl an. Und das ist ja auch ihr gutes Recht. Im Park angekommen gab es dann recht Schnell eine Menge Begegnungen mit den üblichen Verdächtigen: Vögel, Antilopen, Zebras, Büffel, Affen. Und endlich jede Menge Elefanten, denen wir bisher ja nur spärlich begegnet waren. Außerdem hielten wir Ausschau nach Löwen, allerdings hatten wir in den ersten Stunden wenig Glück und danach war es einfach zu heiß. Man konnte förmlich merken wie man von Stunde zu Stunde immer weniger Tiere zu Gesicht bekam. Je unerträglicher die glühende Sonne über unseren Köpfen in dem offenen Jeep war, umso "einsamer" wurden wir im Park zugleich. Um 11 Uhr haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht um den Rest des Tages im Pool zu verbringen. Auch wenn ich nicht der Ganztagesfaulenzpoolmensch bin, hier war wirklich der einzige Platz um es auszuhalten. Dazu eiskaltes Tonic Water, am besten intravenös aus Kanistern, diese kleinen Flaschen halten ca. 3 Minuten. Und natürlich ein Buch zum lesen. Und nicht zu vergessen wieder die Hippos mit ihren Grunzlauten im Hintergrund. So hätte ich es ewig aushalten können.
Etwa zwei Stunden vor Sonnenuntergang sind wir dann wieder in den Jeep gestiegen und es ging den gleichen Weg über die Brücke zurück in den Park. Hier drohte ein am Horizont ziemlich imposant ausschauendes Gewitter zuerst damit, unsere Nachtfahrt frühzeitig beenden zu wollen. Es ist dann glücklicherweise aber an uns vorbeigezogen. Gegen Einbruch der Dämmerung hat der Parkguide auf dem Beifahrersitz dann einen starken Handscheinwerfer angeschaltet und mit diesem versucht uns die Tierwelt bei Nacht nahe zu führen. Man merkt nach Sonnenuntergang schnell, dass plötzlich alles wieder erwacht - vor allem anhand der Geräuschkulisse zu dieser Zeit. Der Guide hat mit seinem relativ kleinen Scheinwerferstrahl wirklich viele Tiere entdecken können was wirklich erstaunlich war, denn es war doch schon sehr finster. Der Mond war nicht zu sehen und im Nirgendwo wird es nachts dann wirklich richtig dunkel da ja jegliche Zivilisation mit künstlicher Beleuchtung sehr weit entfernt ist. Insbesondere wohl deswegen war der Lichtstrahl des Guides ein absoluter Anziehungspunkt für alle Insekten im Umkreis von ungefähr einem Kilometer. Wir wurden genauer gesagt überfallen von Mücken und jeglichem anderen flugfähigen Viehzeugs bis hin zu daumengroßen Käfern die plötzlich auf meinem Bein saßen. Unser Leiden wurde dennoch belohnt, denn gegen Ende der Nachtfahrt haben wir noch einen Leoparden auf der Pirsch beobachten können. Ich hoffe nur, dass diese durch unsere Anwesenheit nicht allzu sehr beeinträchtigt wurde. Mit Sicherheit hatte er jedoch um 21 Uhr seine Ruhe vor uns blöden Touristen, denn zu dieser Zeit sind wir dann zurück ins Lager gefahren.
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Es wird irgendwie immer grüner. Nachdem wir gestern den Malawisee hinter uns gelassen haben und nach einem kleinen Shoppingzwischenstop in
Lilongwe uns auch noch in kurzer Weise die Malawische Hauptstadt angetan haben, sind wir gestern am späten Nachmittag nach Sambia
eingereist. Die üblichen Formalitäten und schon ging es über eine schlaglochgeplagte Landstraße weiter nach Westen. Nach einer Übernachtung
ging es heute morgen dann weiter über eine Piste ins Wildlife Camp am Luangwa Fluss, direkt am Rand vom South Luangwa National Park
gelegen. Das Camp verfügte über ein paar niedliche Lodges und ein Areal wo man seine Zelte aufstellen konnte. Wohlgemerkt direkt am Fluss,
wir auf der einen Seite - auf der anderen Seite der Nationalpark. Besonders toll war ein kleiner Swimmingpool, der zwar nicht ganz in das
"wilde" Image des Camps passte, uns allerdings eine notwendige Abkühlung verschaffte. Grob geschätzt waren es nämlich mindestens 40 Grad,
wenn nicht noch mehr. Vom Pool aus konnte man über den Beckenrand direkt den Fluss beobachten. Was insofern sehr interessant war, da ein
paar Meter weiter im Fluss eine ganze Herde Flusspferde es uns gleich tat und badete und dabei lustige Laute von sich gab die Tag und Nacht
zu hören waren. In der Nacht gab es dann zusätzlich noch Besuch durch einen freundlichen Elefantenbullen, der meinte den Baum vor meinem
Zelt verspeisen zu müssen. Man bleibt dann besser im Zelt und wartet ab bis er weiter getrottet ist - die Zelte meiden die Elefanten in
Normalfall, da sie mit diesen komischen blauen oder grünen Dingern einfach nichts anfangen können. Zumindestens nicht essen.
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Da wir ausschließlich an der westlichen Seeseite reisten, gab es die nächsten 3 Tage jeden Morgen wundervolle glutrote Sonnenaufgänge zu
sehen. Dafür mussten wir zeittechnisch gesehen zwar mitten in der Nacht aufstehen (so um zwischen 5:30 und 6:00 Uhr), aber da das
eigentlich in unserem Rhythmus relativ normal war, wars auch nur halb so schlimm. Man wollte ja auch möglichst viel vom beleuchteten Tag
nutzen. Unsere Tour sollte uns heute zu einem Aufenthalt in einem Strandhaus führen, welches wir ganze zwei Tage und Nächte besetzten. Auch
dieses lag direkt am See. In der Ferne konnte man von hier auch das Ufer von Mosambique sehen, dessen Hügel sich in 50 - 80 Kilometer
Entfernung am Horizont anhand ihrer Konturen erschließen ließen.
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Nachdem der Whisky des Vorabends auskuriert war und die Sonne sich bedrohlich ihrer Mittagsstellung nähern wollte, ging es weiter auf
unserem Weg am See entlängs gen Süden. Wir machten noch einen Abstecher zu einer kleinen Touristenattraktion, einer Bambus - Hängebrücke
über einen kleinen braunen Fluss. Siehe Fotos. Sehr wacklig, aber doch nicht wirklich gefährlich. Auch wenn man aufpassen musste, wo man
den Fuss hinsetzt. Am Abend erreichten wir einen weiteren tollen Campingplatz. Irgendwie bemerke ich, dass ich das Wort Campingplatz und
"toll" oder "traumhaft" doch recht oft in Kombination verwende. Auch wenn die Campingplätze nicht immer unbedingt "europäische
Hygienestandards" erfüllten, toll waren sie doch irgendwie alle. Und der des heutigen Tages war besonders nett. Die Zelte haben wir 20
Meter vom Wasser entfernt aufgebaut, über unseren Köpfen waren lauter Mangobäume mit Mangos die uns mit Erschlagen drohten und überhaupt
waren wir die einzigen Gäste auf dem Campingplatz. Und: Es gab warmes Wasser und Strom! Einfach prima. Alles was man brauchte, zumal die
Kamera mal wieder einen Energieschub benötigte. Natürlich wurden sofort ein paar Mangos eingesammelt, gewaschen, aufgeschnitten und
einverleibt. Sehr köstlich, wann bekommt man sie frischer?
Und da alles so perfekt war, kam natürlich gleich wieder der Gedanke in den Kopf, doch mal Schwimmen / Schnorcheln zu gehen. Im Malawisee.
Aber die Angst vor Bilharziose war mal wieder größer. Obwohl Schilfrohr und Schnecken (die als Zwischenwirt für die parasitären Würmer
fungieren) nicht in Sichtweite waren. Aber man weiß ja nie. Und irgendwie hatte ich keine Lust auf das Risiko, obwohl mich ein Einblick in
die bunte Vielfalt des Sees schon sehr gereizt hätte. Zumal es sich hier um die Heimat der Bewohner meines Aquariums von früher handelte...
aber was solls. Ich bin nicht reingesprungen.
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Kurz nach dem Aufbruch am nächsten Morgen in Mbeya (hier hatten wir komfortabel in einem Hotel übernachtet) mussten wir uns noch einem
Gebirgsmassiv stellen, welches bis auf 3000 Meter Höhe ansteigt, bevor wir den Grenzübertritt nach Malawi wagen konnten. Nach einem kurzen
Aufenthalt an der Grenze und der Erledigung der üblichen Bürokratie bot sich uns dann ständig der Blick auf den Malawisee. Unsere Straße
führte uns direkt am Ufer (eigentlich würde ich lieber Küste sagen, der Malawisee sieht eher aus wie ein Meer, ca. 55 mal so groß wie der
Bodensee. Ist das Wort Küste an den Sachverhalt eines Meeres gebunden??) entlang. Am Nachmittag erreichten wir einen tollen Campingplatz
direkt am See. Gegen Abend kam noch ein Overlander dazu, der auch eine Nacht Rast machte. Man setzte sich dann zusammen an die Bar und ließ
den Abend bei Musik ausklingen. Gegen 23 Uhr gab es dann noch ein sehr schönes Wetterleuchten über dem See.
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In der Nacht hatte es sich ein kleiner Skorpion unter dem Zelt gemütlich gemacht. Der erste seiner Art, den wir auf unserer Tour treffen.
Eigentlich wollte er gerne im Zelt eingepackt mitreisen, dies mussten wir ihm jedoch leider verwehren. Also verblieb er auf dem
Campingplatz und winkte uns bei unserer Abreise mit Ziel Mbeya.
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Nach der Rückkehr von Zanzibar und einem entspannten Strandtag am Meer wurde es langsam Zeit, dass wir uns von der kühlen Meeresluft
verabschiedeten. Also packten wir unsere Sachen und machten uns am Morgen auf in Richtung Südwesten. Vorbei am südlichen Stadtrand von Dar
wechselte die Landschaft relativ schnell wieder in das überallgrüne Tansania mit immer größer werdenden Hügeln am Horizont die teilweise so
hoch waren, dass die Wolken am Himmel an ihnen hängen blieben. Auf halbem Weg etwa stand noch der kleine Mikumi Nationalpark auf dem Plan,
da die Hauptverkehrsstraße direkt durch diesen führt. Vor allem Elefanten waren hier vom Auto aus gut zu beobachten, insgesamt haben wir in
etwa 5 Familien gesehen. Den Nationalpark hinter uns gelassen ging es dann weiter an kleinen und großen Dörfern vorbei und wir machten
unseren Weg bis zu einem sehr interessanten Campingplatz in einem Tal, das sich Baobab - Valley nennt (Affenbrotbaum - Tal). Dieser liegt
in besagtem Tal direkt an einem Fluß und hat nicht wirklich Zäune oder Abgrenzungen, sehr schön und wild gelegen. Nach einem deftigen
Abendessen musste ein kleines Kerzenarrangement gebastelt werden, denn heute war erster Advent! In afrikanischem Stil natürlich -
Tannenzweige waren leider weit und breit nicht in Sicht.
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Da ich mich am Vorabend doch noch dafür entschieden hatte, das Geld für die Miete eines eigenen kleinen Bootes zum Schnorcheln in den
Riffen auf einer der vorgelagerten Inseln auszugeben, war der Tag bis zum Nachmittag erstmal ausgeplant. Danach war ein bisschen Herumirren
in den wirren Gassen von Stonetown angesagt, wogegen jedes überdurchschnittliche Labyrinth den Hut ziehen kann. Übrigens hatten wir Glück,
die Straßen von Stonetown waren für uns besonders herausgeputzt, denn am 27.11.2006 war "Clean up Stonetown" - Tag, organisiert von
irgendwelchen Tourismusheinis.
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Da Zanzibar ja die Gewürzinsel ist, auf der alles mögliche angebaut wird was bei uns daheim als Geschmacksgeber in den Kochtöpfen landet,
durfte natürlich auch die klassische Gewürztour nicht fehlen. Also 15 Touris in einen Bus gequetscht und mit diesen quer über die Insel
gefahren um sie in die Geheimnisse der Gewürze und deren Hintergründe und Historie einzuweihen. Man kann aber sagen, dass das durchaus sehr
interessant war. Zumal die Gewürze in ihrer Ursprungsform doch meistens ganz anders aussehen als wenn man sie in gemahlener Form in einem
Plastikstreuer bei uns im Supermarkt um die Ecke kauft.
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An diesem Morgen sollte unser 4 tägiger Trip nach Zanzibar starten. Da der Landcruiser und der Anhänger jedoch nicht mit der Fähre, welche
uns dort hinbringen sollte kompatibel waren, mussten wir irgendwie zu Fuss ins Hafenbecken von Dar zurückgelangen wo die Fähren ablegen.
Dafür wurde natürlich ein kuschliges Sammeltaxi genommen. Spottbillig und urgemütlich. Im Hafen angekommen, gings dann auch relativ zügig
aufs Schiff welches uns in ein paar Stunden auf die Insel nördlich von Dar gelegen gebracht hat. Nachdem wir unser Hotel bezogen hatten
gings am Abend noch ins "Mercurys", angeblich das Stammlokal von Freddie Mercury der ja aus Zanzibar stammt.
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Direkt nach dem Frühstück und dem Abbau der Zelte gings gleich wieder los. Wir haben Bagamoyo hinter uns gelassen und nehmen die letzten
paar Kilometer bis nach Dar es Salaam, der inoffiziellen Hauptstadt Tansanias (die offizielle Hauptstadt ist übrigens Dodoma, etwas weiter
im Landesinneren). In Dar es Salaam merkt man wirklich letzendlich, dass der Osten Tansanias, vor allem die küstennahen Gebiete, sehr vom
Islam geprägt sind. Hier gibt es überall Moscheen und man merkt, dass die Leute ihr Leben auf der Basis einer sehr religiösen
Grundüberzeugung führen. Vor allem beim Fotografieren sollte man sich hier etwas beachtsamer verhalten, zumindest wenn man dazu neigt,
Personen die man nicht kennt als Motiv zu wählen. Besser vorher fragen ob man fotografieren darf.
In Dar es Salaam angekommen bietet sich uns auch schon das volle Bild einer afrikanischen Millionenstadt. Überall auf den Straßen laufen
Menschen rum, welche hoffentlich eine gute Lebensversicherung abgeschlossen haben. Hier selber Auto zu fahren hätte mich wahrscheinlich in
einen Zustand tiefer Verzweiflung versetzt. Aber trotz teilweise nicht funktionierender Ampeln und chaotischen Kreuzungen mit unklaren
Vorfahrtsregelungen läuft der Verkehrsfluss aus irgendeinem Grund ohne Stauungen. Unglaublich. Vielleicht sollten wir hierzulande doch
einfach alle unsere Straßenverkehrsordnungen und Ampeln abschaffen...
Unser Ziel ist erstmal der Hafen, denn um zu unserem Campingplatz ca. 10 Kilometer östlich der Stadt zu gelangen müssen wir entweder um das
gesamte Hafenbecken und die Stadt drum herum fahren oder eine Fähre benutzen die uns in knappen 5 Minuten auf die andere Seite chauffiert.
Wir wählen die Fähre, welche sich als wirklich abenteuerliche Alternative entpuppt. Maximale Passagierzahlen gibt es für das kleine
Fährschiff nicht, was man irgendwie noch raufquetschen kann, das passt - man hat ja schließlich nichts zu verschenken. Gut, dass man
schwimmen kann - hoffentlich gilt das für alle Benutzer der Fähre. Auch wenn ich dem Hafenwasser von Dar in Bezug auf eine kleine Runde
Schwimmen nicht wirklich viel abgewinnen könnte.
Nachdem wir auf der anderen Seite sicher angekommen waren und die Menschenmassen um unser Transportgefährt abgezogen waren, konnten wir uns
wieder auf sicheren Asphalt bewegen und die letzten paar Meter bis zum Campingplatz "Kipepeo Beach Village" hinter uns bringen, welcher
direkt am Meer liegt. Sehr empfehlenswert!
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Und wieder ein paar hundert Kilometer weiter. Vorbei an weiteren Sisalfeldern. Danach gabs noch Sisalfelder. Und zur Abwechslung
Sisalfelder. Naja, das war nun wohl etwas übertrieben dargestellt. Aber heute gabs ein Stückchen Piste - fahren. Das war sehr interessant.
Vor allem mit dem Anhänger hinten am Landcruiser, der bei jedem noch so kleinen Schlagloch lustig hin- und hergehüpft ist. Außerdem sieht
man von einer Piste mal ein noch ganz bisschen anderes Afrika. Hier ist man nicht so distanziert auf einer Teerstraße unterwegs mit 100
Stundenkilometern und einer Landschaft und Menschen am Straßenrand, die an einem vorbeirasen. Sicherlich wird auch Tansania landschaftlich
irgendwann "zur Gewohnheit" und man mag diesen Aspekt begünstigen. Beim Fahren auf einer Piste ist man jedoch auf eine
Höchstgeschwindigkeit von ca. 30 Stundenkilometern begrenzt (vorausgesetzt es ist auch eine einigermaßen abenteuerliche Piste, also nicht
so ein frisch geplättetes festes Lehmteil sondern so richtig schön mit Schlaglöchern und matschigen Aussetzern). Das führt dazu, dass man
viel näher an der Landschaft und seinen Bewohnern ist, ein bisschen weg vom reichen Touri, der mit seinem schnellen Geländewagen sich eine
weite Reise durch das ganze Land leisten kann und auf sicheren Campingplätzen seine Nächte verbringt. Sicherlich ist dieser Tatbestand auch
auf einer Piste immer noch erfüllt, aber irgendwo ist es doch anders. Es geht es direkt durch ein Dorf, vorbei an Bambus - Viehställen und
komplexen Lehmbauten mit Palmendach mitten im Nirgendwo. Und man erkennt die Menschen in diesen Häusern, ihre Kinder. Lachen und Weinen,
Freude über die Fremden, Willkommensgrüße oder ein Zeichen, dass man hier nicht willkommen ist. Es ist wirklich unterschiedlich. Ob
positive oder negative Erfahrung. Mit Sicherheit etwas, das man beim "vorbeirasen" nicht mitbekommen hätte.
Die Piste war übrigens der letzte Weg auf unserer Etappe nach Bagamoyo, ein relativ kleiner Ort am indischen Ozean mit einer dunklen
Vergangenheit als Umschlagplatz für Sklaven. Man kann heute noch viele der alten Gebäude aus der Kollonialzeit dort stehen sehen, wenn
viele davon auch in einem sehr schlechten Zustand sind. Für eine Instandhaltung fehlt einfach das Geld.
Unser Campingplatz direkt am Meer hingegen war doch irgendwo traumhaft, die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind an allen Orten
zugegen. Eine große Mauer, etwas Personal zur Bewachung und dahinter fängt das "Paradies" an. Schon irgendwo komisch.
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Heute musste unbedingt die letzte Gelegenheit genutzt werden, den Mount Meru und den Kilimanjaro ohne Wolkenkleid zu betrachten. Also wurde
um 5:30 Uhr aufgestanden und zur Straße gerannt um von dort ein paar schöne Bilder zu machen, beide Gipfel waren zum Glück noch zu sehen.
Den Kilimanjaro jedoch nur aus der Entfernung am Horizont im Dunst, Arusha ist einfach ein bisschen zu weit weg um ihn vernünftig sehen zu
können. Aber es blieb ja noch die Hoffnung ihn aus der Nähe etwas besser betrachten zu können, schließlich war für den heutigen Tag geplant
das Basislager abzubrechen und uns auf den Weg in Richtung Indischer Ozean zu machen was uns unmittelbar durch das Umland des Kilimanjaro
führte, vorbei an Moshi, einer mittelgroßen Stadt mit ca 150.000 Einwohnern im südlichen Kili - Umland kurz vor der Grenze zu Kenia.
Nach dem Frühstück, einer sehr kalten Dusche und dem Abbauen der Zelte ging es dann endlich wieder los. Die ganze Zeit den Blick nach links
aus dem Fenster gewandt, ob man denn nicht ein bisschen vom höchsten Berg Afrikas in der großen Wolkenhülle erblicken konnte. Für einen
kurzen Moment war dann sogar der schneebedeckte Gipfel in der Ferne erkennbar, danach zog es sich jedoch leider rasant zu. Sehr schade,
aber was soll man machen. Also passierten wir etwas enttäuscht Moshi und ich blickte noch ein paar Mal zurück um zu schauen ob sich an der
Bewölkung noch etwas ändert. Aber wir hatten leider Pech. Was solls. Es gab ja noch mehr zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir jedoch
geschworen, eines Tages hierher zurück zu kommen und den Berg zu besteigen, man ist ja bergtauglich und Berge sind ja eine kleine neue
Leidenschaft. Kilimanjaro Besteigungen erfordern übrigens nicht wirklich Bergerfahrungen, die Besteigung beinhaltet kaum extreme
Steigungen. Das einzige, was einem dazwischen kommen könnte, ist die Höhenkrankheit. Diese kann aber jeden erwischen, ob jung oder alt. Ein
bisschen fit sollte man jedoch schon sein. So wurde es mir gesagt. Schauen wir mal. Irgendwann.
Hinter Moshi erstreckte sich relativ bald ein sehr weites Land mit einzelnen Hügeln hier und da und Sisalfeldern soweit man schauen konnte,
bis wir am Nachmittag dann unser Lager in der Nähe der Usambara Berge erreichten. Die "Hügel" in den Usambara Bergen erreichen teilweise
Höhen über 2200 Meter. Wenn man dies in Relation zu den Gipfeln im Karwendelgebirge oder einem ähnlichen Gebiet in den Alpen setzt, kommt
einem dies schon recht seltsam vor, da die Berge hier wirklich anders aussehen, wenn ich es einfach mal beschreiben soll: "Grün und rund".
Hügel halt. Dies liegt aber auch hauptsächlich daran, dass die ganze Ebene relativ hoch liegt, wodurch die 2200 Meter vom Betrachter aus
gar nicht mehr so gigantisch wirken. Zumal dann auch die Schneekuppe fehlt, auf Bergen in Äquatornähe aber wohl verständlich.
Am Abend erwartete uns auf jeden Fall ein sehr schön gelegenes Lager direkt am Hang eines dieser "Hügel".
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Nach einer sehr kalten Nacht auf dem Kraterrand im Zelt, ging es nach dem Sonnenaufgang am frühen Morgen um 6 Uhr dann endlich die 600
Meter runter auf den Kraterboden. Die Vielfalt an Tieren ist hier noch beeindruckender, da so viele Arten so einen engen Raum miteinander
teilen. Ohne Abgrenzungen oder Zäune lebt hier alles in mehr oder weniger friedlicher Nachbarschaft miteinander. Es gab sogar ein Nashorn
für uns zu sehen, welches mit einem langsamen Schritt an unserem Landcruiser vorbeitrottete. Ganz ungestört und ungehemmt posierte es für
unsere Kameras. Nun ja, man ist und bleibt Tourist an einem Ort, an den man eigentlich nicht gehört. Aber dafür hat die Bevölkerung wohl
etwas davon. Und letztenendes dann hoffentlich auch das einsame Nashorn.
Zur Mittagszeit ging es dann wieder auf den Kraterrand, wo wir unser Lager noch in letzter Sekunde rechtzeitig vor einem riesigen
Wolkenbruch retten konnten. Ich frage mich jedoch, was schlimmer gewesen wäre. Ein nasses Lager oder die Tatsache, dass wir den ohnehin
schon teilweise abgebrochenen Lehm(matsch)weg aus dem Kraterboden auf den Kraterrand nie wieder hochgekommen wären wenn der Regen früher
eingesetzt hätte. Ob die anderen Touris mit ihren Geländewagen nach uns immer noch im Kraterboden verweilen mögen??
Nach einem durchnässten Mittagesssen ging es am Nachmittag dann wieder zurück in Richtung Basislager in Arusha.
Hier noch der Krater aus dem Weltall bei Google Maps: Klick
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Am Mittwoch Morgen machten wir uns mit einem lokalen Safariunternehmen auf den Weg in Richtung Ngorongoro - Krater und den Serengeti Nationalpark, beides gehört übrigens zum Unesco Weltkulturerbe. Zur Mittagszeit waren wir bereits auf dem Kraterrand angekommen, wo wir in kühlen 2200 Metern mit einem traumhaften Blick in das Kraterinnere eine kleine Pause einlegten. Auf dem Weg hierhin gabs auch die ersten Baobabs, Zebras und Büffel zu sehen. Nach der Pause ging es dann an der westlichen Seite des Kraters wieder hinab, um nach ein paar weiteren Stunden endlich in der Serengeti anzukommen. Landschaftlich war die Strecke einmalig und es gab auch viele Wildtiere zu sehen, obwohl sich diese von der Saison her noch etwas weiter nördlich befanden. Die richtigen Herden mit tausenden von Tieren kommen erst ca. ab der Jahreswende durch dieses Gebiet. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit und bevor wir unseren Wildcampingplatz aufsuchen mussten, begebnete uns noch ein einsamer männlicher Löwe auf einem großen Felsen, von welchem er majestätisch die Serengeti überblicken konnte. Ein unglaublicher Augenblick. Zumal es mein erster Löwe in freier Natur war, den ich je gesehen habe. Er ziert jetzt übrigens im Banner diese Seite.
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Nachdem ich beim Aussteigen aus dem Flugzeug mich einer warmen feuchten Brühluft versetzt mit allmöglichem Viehzeugs gestellt habe, gabs erstmal ein bisschen Chaos im äußerst kuschligen Kilimanjaro - Flughafen. Visum beantragen. Geld bezahlen. 50 Dollar kostet der Spaß. Nach ein bisschen Planlosigkeit der ankommenden Reisenden wo denn der Betrag nun zu entrichten wäre, wurde das ganze dann aber schnell vom äußerst freundlichen Flughafenpersonal geregelt. Pässe einsammeln war da die Devise, damits schneller geht, denn der kleine Visaschalter war total überlastet. Man kann sich also in keinster Weise beschweren. Nach 10 Minuten waren alle Leute durch und konnten sich der Empfangsmenschenmasse stellen. Jeder mit einem kleinen Schildchen in der Hand, auf dem die Lodge, das Safariunternehmen oder alle sonstigen hübsch dekorierten Identifizierungsmerkmale für eine Abholung ersichtlich waren. Sehr nett. Zum Glück war auch für mich jemand dabei.
Mit meinem Tourguide gings dann direkt ab in den umgebauten Landcruiser und noch 30 Minuten in Richtung Arusha bei Dunkelheit. Kurz vor Arusha erwartete mich ein sehr schöner Campingplatz mit dem Namen "Hunters Lodge". Relativ versteckt, am Rande der Hauptstraße nach Arusha, aber sehr zu empfehlen. Ein paar Lodges, eine kleine Bar, gepflegte Sanitäranlagen (mit ner süßen Kröte als Besucher), ein sehr schöner grüner und gut bewässerter Rasen zum Zelten. Und im Hintergrund immer der Mount Meru, der kleine Bruder vom Kilimanjaro. Sehr schön anzusehen, vorausgesetzt er hat nicht wieder alle umgebenden Wolken für sich gemietet. Zur Regenzeit muss man meistens früh aufstehen um ihn sehen zu können.
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Ha! Das lob ich mir! Leckeres Schoki - Eis von KLM. Unter uns nur brennend heißer Wüstensand. Der Flieger war übrigens extrem leer. Ich hätte mir ganze 4 Sitzplätze auf einmal gönnen können. Außerdem gabs noch seltsame Dinge am Boden zu sehen. Mysteriös, was es in der Wüste so gibt. Wer mir sagen kann was das ist, bekommt von mir einen Schokoriegel.
Auch prima zu entdecken über Google Maps: Klick
Danke.
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Oh, die Nacht am Flughafen war wirklich spannend, der Münchener Flughafen ist bei Nacht voller Leben! Das war ein Scherz. Schlafen konnte ich natürlich nicht. Ist bei den bequemen Bänken aber auch nicht verwunderlich. Also habe ich mir so einen tollen Gepäckwagen geholt, meinen tonnenschweren Rucksack darauf abgeladen und bin im Schneckentempo durch den ganzen Münchener Flughafen gefahren. Bis ins letzte Eckchen, vorbei an surrenden Reinigungsmaschinen die von ebenfalls übermüdetem Flughafenpersonal bedient wurden. Und ständig der Blick auf die Uhr und die Zählerei wieviele Stunden denn noch totzuschlagen sind. Letztlich waren es knapp über 5 Stunden, aber wenn man nichts zu tun hat können 5 Stunden eine Ewigkeit sein.
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So. In 24 Stunden geht es endlich los. Zu sagen ich bin aufgeregt wäre eine glatte Untertreibung. Schlafen kann ich sowieso nicht mehr ruhig. Aber das ist auch gut so. Leider geht mein Flug nach Amsterdam schon um 6:30 Uhr, weshalb ich wohl die ganze nächste Nacht nicht ins Bett kommen werde. In München fahren die S-Bahnen so ungünstig, dass ich erst um 5:30 Uhr am Flughafen sein könnte. Leider etwas zu spät für einen interkontinentalen Flug. Also wird die letzte S-Bahn heute Abend genommen und am Flughafen übernachtet. Was ein Spaß!
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Bild 861
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