Kovus Welt

Blue Mountains 26.06.2008
Als kleinen Naturtrip für zwischendurch und um der großen Stadt für einen Tag zu entfliehen bin ich heute in die Central Station gelaufen und habe mir dort für den gnadenlos günstigen Preis von 16,90 Dollar ein Ticket für eine Hin- und Rückfahrt in den Blue Mountains National Park gekauft (Katoomba). Wohlgemerkt ist dies eine zweistündige Bahnfahrt über 100 Kilometer nach Westen aus der Stadt raus – man vergleiche einfach mal mit Bahnpreisen in Deutschland!
In Sydney wird man an jedem Ort an dem sich potentiell Touristen über Sehenswürdigkeiten informieren wollen mit Broschüren über Blue Mountains Touren tot geworfen. Es gibt eine so absolut unüberschaubare Auswahl an Touren, dass man gar nicht weiß was man buchen soll. Ich würde jetzt auch nicht mehr empfehlen überhaupt irgendetwas zu buchen, denn wenn man nur einen Tag für die Blue Mountains plant und man sich mit den Standardattraktionen abfinden kann, möchte ich jedem die Fahrt mit der Bahn ans Herz legen. Praktisch, flexibel und vor allem absolut günstig.
Und so begab es sich, dass ich in Katoomba (das ist der Ausgangspunkt den man mit der Bahn anfahren sollte wenn man die Three Sisters sehen will) irgendwann am frühen Vormittag aus der Bahn ausgestiegen bin und mich durch die kleine gemütliche Innenstadt in Richtung Süden vorgekämpft habe. Um sich zu orientieren geht man am besten in eine der Touristenfilialen und holt sich da einen Schwung Informationsmaterial über die Blue Mountains – irgendwo wird sicher eine Karte der Umgebung dabei sein und das erleichtert die Navigation dann etwas. Brauch man aber auch nicht notwendigerweise – wenn man weiß wo Süden ist kann man den absolut atemberaubenden Ausblick auf einen Teil der Blue Mountains gar nicht verpassen. Irgendwann endet Katoomba nämlich urplötzlich in grünen Wäldern und kurz dahinter ist dann auch gleich der Abgrund und man blickt auf die endlosen Weiten von Jamison und Cedar Valley. Es gibt hier eine Menge Wanderwege die sehr gut beschildert sind, wenn man davon erst einmal einen erreicht hat sollte es eigentlich kein Problem sein sich zurecht zu finden. Ich selbst bin über die Furber Steps hinunter ins Tal gestiegen und dann über den Wanderweg der am unteren Felshang unter den Three Sisters entlang führt in Richtung Giant Stairway gewandert und hier dann aus dem Tal wieder herauf geklettert. Man kommt dann direkt bei den Three Sisters heraus und kann während man diese recht berühmte Sehenswürdigkeit bewundert von dem Treppenaufstieg verschnaufen. Warm war mir davon jedoch nicht wirklich – am heutigen Tage war es absolut kalt und derartig windig, dass mir ganz anders wurde wenn ich nah an Geländer und Abgrenzungszäune von abgrundnahen Wegen und Plattformen gegangen bin. Man fällt da doch ganz schön lange bis man aufhört zu schreien…
Von den Three Sisters aus bin ich dann noch ein bisschen den Cliffwalk nach Nordosten gelaufen und dann irgendwann über eine Nebenstraße von Katoomba in Richtung Bahnhof zurück. Sicherlich war das für einen Tag nur ein kleiner Teil, den ich von den Ausmaßen des Blue Mountain Nationalparks gesehen habe – mit seinen 16,90 Dollar Kosten war dieser Ausflug es aber auf jeden Fall wert!

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Sydney Teil 2 25.06.2008
Untergekommen in meiner 5 – Sterne Jugendherberge (das musste gesagt werden, Sydney – Central YHA ist wirklich die am besten ausgestattete Jugendherberge die ich je gesehen habe, absolut modern, sauber, toll! Mit Kino und allem drum und dran. Und ach ja – 500 Betten! Hat aber auch seinen Preis…) konnte ich von diesem Basispunkt direkt neben dem Hauptbahnhof alles prima zu Fuß erkunden – auch wenn die Innenstadt doch ganz schön groß ist und ein Rundgang durch mehrere Viertel der Stadt schnell zu einer tageslangen Wanderung ausarten kann. Es gibt ein günstiges Tagesticket für die zentralen Stationen des öffentlichen Transportsystems, damit kommt man doch noch recht schnell zu fast allem was sehenswert ist im Kern der Stadt.
Bei meinem Programmentwurf habe ich mich aber schon auf die zentralen Dinge konzentriert die mir schon im Voraus suggeriert wurden: Harbour Bridge (absolut gewaltig, ungefähr 4x so groß wie ich sie mir vorgestellt habe und ich bin immer noch verwundert, dass das Ding nicht zusammen bricht), Hafen generell, Oper, botanischer Garten, Sydney Tower (am besten kurz vor Sonnenuntergang hoch fahren – da gibt’s dann einen schönen Ausblick auf die Blue Mountains und einer Sonne, die langsam hinter diesen verschwindet), Sydney Aquarium, Luna Park, Tumbalong Park, Hyde Park, Circular Quay und ein Spaziergang von Bondi Beach bis Coogee Bay (so wie er auch im Lonely Planet steht, bei schönem Wetter sehr empfehlenswert!). Mit diesen ganzen Dingen ist man schon mindestens einige Tage beschäftigt wenn man es einigermaßen gelassen angehen möchte. Und wie immer bin ich natürlich zwischen all diesen Dingen permanent und absolut verplant herumgeirrt. Wie immer zu Fuß. Und wie immer sieht man da die interessantesten Dinge, die in keinem Reiseführer stehen! Das kostet viel Zeit, ist es aber wert! Und dazu gleich mal noch mehr Bilder!

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Sydney Teil 1 24.06.2008
Ui! Sydney!
Soviel einmal generell zu dieser Stadt. Viele Leute, die ich in Australien getroffen habe und die verwundert geguckt haben, dass ich fast überall war – nur noch nicht in den großen Städten, meinten zu mir, dass Melbourne ja viel toller wäre und Sydney groß, aber sehr dreckig. Das finde ich irgendwie gar nicht. Die Architektur Melbournes mag etwas moderner sein, das liegt aber wohl auch eher daran, dass Melbourne momentan wächst und wächst – Sydney anscheinend aber längst nicht so stark wie seine Konkurrenzstadt. Und ich glaube wenn man eine Umfrage bei den australischen Bürgern machen würde in welche Stadt sie eher ziehen würden – täte auch wirklich Melbourne siegen. Mir egal. Ich mag beide Städte.
Sydney also. Hat bei mir sowieso schon einen Bonus, da es hier einfach viele Dinge gibt, die klassisch für Australien sind. Das ist ähnlich wie mit dem Uluru. Tausend Mal gesehen auf irgendwelchen Bildchen, dann steht man plötzlich davor und „oho“ – das gibt’s ja wirklich! Da staunt man dann schon und freut sich dass man da ist. Das steigert das Erlebnis natürlich und gibt einer Stadt wie Sydney eine Art „Vorsprung“. Soll mir aber egal sein, eine subjektive Meinung ist eh alles was ich hier schreibe und somit kann ich beruhigt sagen: Sydney ist mindestens genau so schön wie Melbourne! Und dazu gleich erstmal ein paar Bilder!

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Canberra 23.06.2008
Einen kleinen Zwischenstopp in Canberra haben wir noch eingelegt, der Hauptstadt Australiens. Irgendwann vor langer Zeit als Planstadt mitten in den australischen Busch geklatscht (weil sich Sydney und Melbourne nicht einigen konnten wer denn nun Hauptstadt werden darf) ist dieses kleine Städtchen eine fragwürdige Attraktion. Mir selbst hat der Nachmittag den ich dort war mit der Besichtigung des Regierungsgebäudes absolut gereicht. Sicherlich mag ich der kleinen Stadt unrecht tun, wenn ich sie hier nur ganz kurz anschneide und sage sie hat nichts zu bieten – dafür habe ich sie nicht ausreichend inspiziert. Es tut ihr aber bestimmt nicht weh, wenn ich behaupte, dass 2 Tage wohl absolut ausreichend sein würden, um das Wichtigste zu sehen. Das war auch der Besichtigungszeitrahmen, der mir von einigen Freunden als Obergrenze empfohlen wurde und so auch ursprünglich geplant war (wenn ich hier denn noch in flexibler Weise mit dem Auto angereist wäre…). Nun musste ich mich sowieso an den Plan der Tour halten und die Organisatoren dieser Tour werden vom Tourismuszentrum Canberras ganz bestimmt nicht geschmiert, soviel ist sicher. So schnell weg wie möglich war da eher die Devise.

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Von Melbourne nach Sydney 21.06.2008
Die Zeit wird langsam knapp, der Juni ist fast vorüber und ich bin immer noch in Melbourne. Wie also weiter kommen? Für die vorletzte Etappe musste ich mich noch ein letztes Mal auf eine Tour begeben – irgendwie wollte ich ja noch nach Sydney kommen und auf dem Weg waren noch ein paar Dinge die ich unbedingt sehen wollte. Dazu gehörten auf der einen Seite der Wilsons Promontory National Park – der südlichste Punkt des australischen Festlandes - als auch das „Hochgebirge“ des Kontinents – die Snowy Mountains. Sicherlich wären noch ein Dutzend andere Dinge sehenswert gewesen, aber ohne Auto sind sogar schon diese zwei Wunschorte problematisch zu erreichen. Es gibt zwar ein einigermaßen vernünftig nutzbares Bus- und Bahnsystem zwischen Melbourne und Sydney – aber diese Busse und Züge fahren natürlich nicht in Nationalparks oder auf hohe Berge. Das alte Problem also und die Bequemlichkeiten der letzten zwei Touren haben mich ein weiteres Mal zu einer solchen überzeugt.
Und was kann man sagen? Nun ja, diese Tour war auch wieder ganz okay, aber im Vergleich zu den beiden Vorangegangenen nicht ganz so gut. Irgendwie war ich ein bisschen enttäuscht, weil doch viele Dinge des Programmplans nur in sehr kurzer Zeit abgetan wurden. So wäre ich z.B. gerne viel länger im Wilsons Promontory NP gewesen – aber das Wetter hat mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es war kalt und windig, also hat die Tourleitung entschieden kurzen Prozess zu machen und nach knapp einer Stunde gleich weiter zu fahren. Ich wäre gerne dort wandern gegangen, so schlimm war das Wetter nun auch nicht, beim Anblick meiner Mitreisenden aber wurde mir schnell bewusst, dass ich wohl so ziemlich die einzige Person im ganzen Bus gewesen wäre, die auf Wandern Lust gehabt hätte – egal bei welchem Wetter. Es war wieder einmal eine nette Gruppe - aber manchmal habe ich das Gefühl, dass in diesen Bussen viele junge Leute nur deshalb sitzen, weil sie sich nicht eingestehen wollen, dass sie eigentlich gar kein Interesse an der Natur oder Landschaft Australiens haben. Und wahrscheinlich würden sie am liebsten fliegen und nur die großen Städte sehen. Aber wenn dann jemand zu Hause fragt, was man denn in Australien Tolles gesehen hat und die einzige Antwort die man geben kann ein Bericht über das einhundertste Trinkgelage im Partyhostel um die Ecke ist, könnte der Eindruck entstehen, man sei nur zum Besäufnis um die halbe Welt geflogen. Aber jedem so wie er mag. Deswegen möchte ich die Schuld eigentlich auch weniger den Tourenleitern geben, diese sind meistens naturbegeistert bis zum bitteren Ende, aber wenn das Publikum nicht mitspielt, kann man wohl nicht viel machen.

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Melbourne Teil 2 18.06.2008
Nach meiner Rückkehr von Tasmanien blieben mir noch 3 volle Tage für eine weitere Erkundung Melbournes. Was wollte also noch gemacht werden? Nun, sehen wollte ich auf jeden Fall noch das Melbourne Aquarium. Außerdem wollte ich einen kleinen Abstecher in den Südosten einplanen, denn dort hatte ich bisher noch fast gar nichts angeschaut. Zu sehen sind dort der botanische Garten, der Shrine of Remembrance (ein Kriegsdenkmal für die gefallenen Australier des ersten Weltkrieges) und natürlich das Gouvernment House, obwohl sich dieses irgendwie doch sehr stark hinter einem großen Zaun versteckte.
Übrigens kann man in Melbourne auch ohne den Kauf eines Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel prima in der Stadt hin und herfahren. Entweder man nimmt die gratis Straßenbahn, mit der man im Prinzip den ganzen Tag um das gesamte CBD in beiden Richtungen herumfahren kann. Oder noch besser: Man steigt in den kostenlosen Touristenbus ein, der tagsüber im 20 Minuten – Takt eine für Besucher interessante Route abfährt, durch den botanischen Garten und hoch bis zum Melbourne Museum. Sehr praktisch und wie gesagt: Absolut gratis. Lässt sich prima als Hop on Hop off nutzen!

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Tasmanien: Mt. Wellington 16.06.2008
Nach dem freien Sonntag, den ich mir gestern gegönnt habe, wollte ich vor meiner morgigen Abreise heute doch noch mal etwas sehen. Ich hatte mich schon von vornherein darauf festgelegt, auf jeden Fall einmal auf Mt. Wellington zu klettern – einen netten 1271 Meter Berg in greifbarer Nähe Hobarts. Man kann auf den Berg auch mit dem Auto fahren oder eine Tour da hoch machen, aber mein Tourenbedürfnis ist gerade ausreichend gesättigt und somit gönnte ich mir ein absolut günstiges kleines Busticket zur Fern Tree Taverne, dem günstigsten Punkt um mit einem der vielen auf den Gipfel führenden Wanderwege zu starten. Der Bus braucht knappe 20 Minuten aus der Innenstadt zu diesem Punkt und ich würde dringend anraten diesen zu nutzen, viel Natur gibt es vorher eh nicht zu sehen und Hobarts Straßen sind nun auch nicht von so unbedingt spannender Natur, als dass man dieses Stückchen auf keinen Fall verpassen dürfte. Von Fern Tree hat man eigentlich viele Möglichkeiten weiter empor zu klettern, ich entschied mich für den Pipeline Track über Silver Falls, den Middle Track, Radfords Track bis zu den Springs. Ein kleiner Zwischenstopp auf Picknick – Bänken kann hier eingelegt werden, wirklich viel hat man allerdings noch nicht hinter sich – also am besten gleich weiter laufen. Von hier fängt der Weg an spannend zu werden, gelegentlich kann man auf der rechten Seite schon einen kleinen Vorgeschmack aufs unter einem liegende Hobart erhaschen, das motiviert beim Aufstieg. Über den Pinnacle Track und den Zig Zag Track geht es dann immer höher dem Gipfel entgegen, bis man den Summit mit seiner hässlichen weißen Betonantenne schließlich erreicht. Nun kann man nur noch hoffen, dass man nicht einen dieser Tage erwischt hat, wo der ganze Berg von einer Wolke umhangen ist – dann hat man nämlich nicht wirklich viel vom atemberaubenden 360 Grad Rundumblick mit dem man hier konfrontiert wird. Ein winziges Hobart zwischen all den Wasserstraßen und Hügeln war da nur die halbe Freude. Auf der anderen Seite konnte man tief in die zentraleren Gebirgsregionen hinein schauen und ein kleines Tal gleich nebenan war von einem Haufen Wolkenwatte aufgefüllt, in welchem sich die Sonne spiegelte. Ein wirklich schöner Ausblick. Nach einer Stunde Aufenthalt machte ich mich langsam wieder auf den Rückweg, meine gratis Wanderkarte aus dem Touristeninformationszentrum hatte noch viele andere Wege zu bieten. So wählte ich für den Abstieg den Organ Pipes Rundweg (vorher muss man über den Zig Zack Track zurück zur T – Kreuzung laufen – das einzige Wegstück das man doppelt begeht…), welchen ich am Junction Cabin einfach abgebrochen hab, weil mir der direkte Weg in die Stadt ohne Busrückfahrt (ich hatte wenig Lust einem gerade so verpassten Bus hinterher zu winken und dann eine Stunde auf den nächsten zu warten) plötzlich sinnvoller erschien. Also über den Myrtle Gully Track, die Old Farm Road und die Brauerei immer in Richtung dessen, was ich als Hobart vermutete. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit war ich tatsächlich wieder in meinem Hostel. Geschätzte Kilometerzahl etwa 15, ohne Höhenmeter. Eine tolle Wanderung, unbedingt nachmachen – falls man mal in Hobart sein sollte. Aber vorher abschätzen, ob der Berg am Wunschtag die Tendenz zum Wolkensammeln aufweist, wie schon angemerkt: Mit Wolken ist es totaler Unfug auch nur daran zu denken.

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Tasmanien – Tour, Tag 6 14.06.2008
Und da war auch schon wieder der letzte Tag der Tour angebrochen. Touren vergehen irgendwie schnell. Man macht zwar extrem viel, die einzelnen Tage kommen einem extrem lang vor und man hat nach Tag 3 schon Probleme aufzuzählen was man alles gesehen hat, aber trotzdem kommt es einem am Ende vor, als wäre die gesamte Zeit an einem vorbeigerast. Das Gefühl hab ich allerdings mittlerweile bei fast allem (und wahrscheinlich am Ende meiner Australienzeit auch in Bezug auf den ganzen Trip), ich bin immer noch der Meinung, dass nach jedem Lebensjahr das man hinter sich gebracht hat, sich die Welt ein bisschen schneller dreht. Und dann noch schneller! Egal.
Übernachtet haben wir auf den heutigen Tag in Strahan, in super luxuriösen Cosy Cabin Hüttchen. Noch zu erwähnen wäre, dass ich neben dem Tourguide die einzige männliche Person auf unserer Tour war – so hatte ich ein komplettes kleines Häuschen für mich allein, bei Under Down Under wird noch strikt nach Geschlecht getrennt! Der letzte Tag sollte hauptsächlich von der Fahrt durch den Franklin Gordon Wild Rivers Nationalpark dominiert werden. Wie der Name vermuten lässt, kann man hier wilde Flüsse bewundern! Umgeben von nassem grünen Urwald und meterhohen Farnen kämpften wir uns hier durch das Dickicht. Das war nun übertrieben. Beendet wurde die Tour mit einem letzten Abstecher in den Mt. Field NP, übergroße Bäume wachsen hier in die Höhe. Natürlich sind es die größten Bäume in der ganzen südlichen Hemisphäre!!! Das wurde mir allerdings schon mindestens 2 Mal in Australien erzählt, und je öfter mir das zu verklickern versucht wird, je mehr zweifle ich an dem Wahrheitsgehalt dieser Behauptungen (vor allem weil es nur einen ersten Platz geben kann und Australien definitiv nur in der südlichen Hemisphäre anzutreffen ist), und ob die Bäume in den Regenwäldern Südamerikas nicht noch höher sind. Man möge das für mich recherchieren!

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Tasmanien – Tour, Tag 5 13.06.2008
Ich hab mir besseres Wetter und das Ende des Regens für den nächsten Morgen am Cradle Mountain gewünscht. Nun ja, der Regen hat aufgehört. Dafür haben wir nun Schnee! Darüber, ob man das als besseres Wetter einstufen kann, lässt sich sicherlich diskutieren. Schnee ist nicht sofort nass und es taucht die Landschaft in ein nettes Weiß, also möchte ich dies einfach mal als Besserung akzeptieren. Und so war es auch… (Und das obwohl heute Freitag ist. Und der 13.te des Monats. Aber das hat ja nichts zu sagen!)
Unsere 2 Stunden Wanderung um Lake Dove heute Morgen wurde durch die im 5 Minuten Rhythmus auftretenden Schneestürme in eine tolle Atmosphäre getaucht. Cradle Mountain konnte man trotz der Wolken natürlich immer noch nicht sehen, das ganze Umland jedoch war so sicherlich in einer Weise zu bewundern, in der es nicht jeder der hier hoch fährt zu Gesicht bekommt. Und teilweise hatten wir wirklich bis zu 3 Zentimeter Schnee auf unserem Weg um den See herum, mal lag fast gar nichts, manchmal konnten wir Schneebälle werfen. Mir hat es gefallen. Ich glaube ich muss hier jedoch trotzdem noch einmal her kommen um das Ganze im Sommer zu sehen. Wer weiß, vielleicht laufe ich ja doch noch mal irgendwann den Overland Track. Lust dazu hätte ich schon, ist nur leider nicht gleich um die Ecke.

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Tasmanien – Tour, Tag 3 und 4 12.06.2008
Weiter geht’s. Gestern stand ein optionaler Besuch in einem Wildpark an, den ich gern wahrgenommen hab (Natureworld). Dieser Park unterstützt unter anderem die Rettung des vom Aussterben bedrohten tasmanischen Teufels. Der steht eigentlich unter Schutz, allerdings gibt es eine böse Tumorerkrankung – welche die aktuellen Bestände bedroht. Viele der hier gehaltenen Tiere kommen aus Autounfällen und es wird versucht diese in dem Park wieder gesund zu pflegen. Der Park selber war sehr nett gestaltet, sehr große Gehege bzw. ein großes Freiareal. Kann ich empfehlen. Auch der Eintrittspreis ist mehr als fair.
Das weitere Ziel des gestrigen Tages war die Bay of Fires, ein Strand bei dem ich vergessen habe, warum er so heißt. Ich dachte immer es sind die roten von Flechten bewachsenen Felsen die man dort findet, aber ich glaube da unterliege ich einem Irrtum. Es war schön dort, aber wirklich etwas Besonderes konnte ich nicht entdecken. Ich glaube ich bin einfach zu „strandgesättigt“.
Ab heute Morgen hat sich dann leider das Wetter extrem verschlechtert. In strömendem Regen ging es in Richtung Cradle Mountain NP (Weltnaturerbe), wo wir bei unserer Ankunft nicht wirklich etwas machen konnten. Das war insofern sehr schade, da es für mich den Höhepunkt der ganzen Tour verkörperte, nun das ganze jedoch ins Wasser zu fallen drohte. Für einige Minuten konnten wir uns am Lake Dove aufhalten, das Wetter war jedoch für jegliche weitere Erkundung zu Fuß einfach zu schlecht. Cradle Mountain konnte man natürlich auch nicht sehen, alles war in Wolken versunken und das drückte die Stimmung doch schon etwas. Übernachtet haben wir allerdings in einer sehr gemütlichen beheizten Hütte am Nationalparkrand, das hat uns zumindest für die heutige Nacht etwas Wohlbehagen geschenkt.

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Tasmanien – Tour, Tag 1 und 2 09.06.2008
Hey, gestern war der 9. Juni. In einem Monat sollte ich schon wieder in Deutschland sein (vorausgesetzt das Flugzeug stürzt nicht ab oder ähnlich schlimme Dinge ereignen sich…). Das wollte gesagt werden! Ansonsten sollte gestern meine sechstägige Tasmanien Tour mit Under Down Under starten. Dafür wurden wir morgens von unserem Tourguide mit einem der üblichen Tourenbusse eingesammelt und es ging es als allererstes auf die Tasmanische Halbinsel, wo unsere Gruppe sich der ehemaligen Strafkolonie Port Arthur stellen durfte – ein Ruinendorf das von 1833 – 1877 als Erziehungsgefängnis genutzt wurde und das heute den Besuchern einen Einblick in die grausamen Methoden von damals bietet. Ein bisschen Ähnlichkeit zum Fremantle Prison (siehe Bericht vom 27.03.2008) hatte es schon, allerdings ist das Fremantle Prison ein geschlossenes Gefängnis mit Dach und hoher Mauer gewesen - Port Arthur hingegen nutzte die natürlichen Gegebenheiten der abgelegenen und schwer zugänglichen Halbinsel als Gefängniszaun aus und die Insassen vom Fremantle Prison waren wohl schon etwas schlimmere Jungs als die in Port Arthur. Gefangen auf der Halbinsel sollten wir hier den Hauptteil unseres heutigen Tages verbringen, danach kurvten wir noch ein bisschen zwischen einigen eher natürlichen Sehenswürdigkeiten hin und her, bis der erste Tag mit der Rückfahrt und einer erneuten Übernachtung in Hobart beendet werden wollte.
Heute Morgen haben wir uns dann in Richtung Ostküste begeben, die Tour ist im Prinzip so aufgebaut, dass man die ersten 3 Tage die Ostküste hoch fährt und dann die zweiten 3 Tage die Westküste runterreist. Man kann die Tour auch nur halb buchen, also nur Westküste oder Ostküste sehen, sehr flexibel. Das Hauptevent des heutigen Tages sollte auf jeden Fall die Wineglass Bay sein, eine Bucht im Freycinet NP, wohl eins der berühmtesten Naturwahrzeichen von Tasmanien und wohl auch eins der meistfotografierten (selten irgendwas über Tasmanien gesehen oder gelesen wo von dem Ding nicht mindestens ein Foto dabei war…). Wenn man den Namen einfach mal grob übersetzt, soll die Bucht wohl so aussehen wie ein Weinglas, weil sie so eine perfekt runde Form besitzt. Dem ist wohl auch so, allerdings muss man für diesen Schluss wahrscheinlich erst ein Foto aus dem Weltall machen, vom Aussichtspunkt (den wir erklettert haben) kam mir die Erkenntnis mit dem Vergleich eines Weinglases erst als ich mich daran erinnert habe wo ich gerade war. War trotzdem sehr nett. Runter zum Strand sind wir auch noch geklettert. Und dann natürlich das ganze wieder zurück.

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Tasmanien: Hobart 08.06.2008
5 - 7 Grad! 2 Tshirts, Pulli, Windjacke, lange Hose, dicke Socken. Der Atem kondensiert beim Ausatmen sofort und die Finger sterben fast von alleine ab. Willkommen im sonnigen Australien! …
Gestern mit dem Flieger in Hobart angekommen hab ich mir heute David (aus UK, den ich gestern Abend in meinem Hostelzimmer kennen gelernt hab) geschnappt und bin mit ihm auf eine Erkundungstour durch Tasmaniens Hauptstadt Hobart gezogen. Ein Dorf im Vergleich zu Melbourne (irgendwas bei 200.000 Einwohner), aber Tasmanien ist ja auch Australiens „Natural State“, so steht es auf jeden Fall auf den Nummernschildern, auf denen jeder Staat für seine Besonderheit wirbt. Da darf die Hauptstadt dann auch ausnahmsweise mal kleiner sein. Gemütliche Straßen, ein schöner alter Hafen um die Ecke, für Australien recht ungewöhnlich alte Gebäude die das Stadtbild verschönern würden – wenn denn die Dutzend hässlichen 70er Jahre Hochhäuser nicht wären, die hier und da mitten in den Stadtkern gerammt wurden. Ansonsten aber schon eine Stadt, die nicht wirklich eine typische australische Ausstrahlung besitzt. Das ist nun positiv gemeint. Allein das hügelige und fjordartige Umland der ganzen Stadt und die nicht immer 100%ig geraden Straßen machen schon viel aus. Besonders bemerkenswert fand ich es, dass ich am heutigen Morgen (Sonntag!) doch tatsächlich beim Aufstehen das Glockenläuten der umgebenden Kirchen vernehmen konnte. Wow!
David und ich sind dann einfach mal in Richtung Battery Point gelaufen, am Hafen entlang in Richtung Kriegsdenkmal und über den botanischen Garten und einem Abstecher auf den höchsten Punkt der Tasman Bridge zurück ins Stadtzentrum. Das hat uns dann doch irgendwie fast den ganzen Tag gekostet, aber so ein Wintertag in Tasmanien ist ja auch nicht wirklich lang.
Was mir gerade noch einfällt: In der nächsten Nacht hat um 2 Uhr plötzlich der Feueralarm geläutet, das ganze Hostel wurde evakuiert und wir mussten eine Viertelstunde draußen mit Flip Flops, T-Shirt und kurzer Hose stehen und warten bis die Feuerwehr die Situation kontrolliert hatte. Alles was bisher tagsüber noch nicht abgefroren war, ist es spätestens jetzt. Einige Reisekollegen hatten irgendetwas in ihrem Zimmer abgefackelt und dieser kleinen Feuerparty verdankten wir den nächtlichen Austritt. Hurra!

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Melbourne Teil 1 05.06.2008
Kovu in der Riesenstadt. Okay, es gibt größere Städte, aber Melbourne ist mit seinen 3,5 Millionen Einwohnern doch schon ein ganz schön großer Klotz. Ein schöner Klotz, wohlgemerkt. Nachdem ich gestern Abend feststellen musste, dass man sogar in der absoluten Nebensaison für das Hostel, das an erster Stelle im Lonely Planet gelistet ist, immer noch eine Reservierung machen sollte, bin ich gefrustet mit meinem Köfferchen weiter gezogen und im Flinders Station abgestiegen. Das war auch okay, ein großer Hochhausbetonklotz dessen Fenster mal wieder geputzt werden könnten, aber dafür war es günstig und so zentral gelegen wie es zentraler nicht sein könnte. In meinem Zimmer hat jemand gewohnt, der sich da seiner Aussage nach schon seit 2 Jahren eingenistet hat – arbeitet jede Woche ein paar Stunden für das Hostel, muss dafür keine Miete zahlen und arbeitet ansonsten jeden Tag von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr Abends noch irgendwo anders. Er sagte zu mir, dass es ihm gefällt in einem Hostel zu wohnen und die Wohnungen in Melbourne seien auch nicht unbedingt die günstigsten. Sachen gibt’s. Das wäre definitiv kein Leben für mich. Aber jedem so wie es ihm beliebt.
Zurück zum Thema Melbourne. Das erste was hier erledigt werden wollte, war die Organisation für Tasmanien. Das war erfreulicherweise recht schnell gemacht - Tour, Flug und Hostel gebucht, fertig. Ich werde vorerst nur 3 Nächte in Melbourne bleiben, am Samstag wird mein Flug nach Hobart gehen und dann werde ich für insgesamt 10 Tage auf Tasmanien verweilen um danach nach Melbourne zurückzufliegen und mir die Stadt noch etwas mehr im Detail anzuschauen. Vielleicht noch weitere 3 Tage, vielleicht auch mehr. Mal schauen.
Auf jeden Fall ging es für mich nun erstmal wieder auf einen meiner typischen Stadterkundungsbummel, Stadtplan in der Tasche und Richtung X angepeilt, egal wohin. Rumlatschen, Fotos machen, Dinge anschauen. Und so weiter… wie immer eigentlich. Mal schauen was Melbourne so kann.

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Great Ocean Road Teil 2 04.06.2008
Gleich morgens fuhren wir von unserem Übernachtungsort Princetown die Great Ocean Road weiter in Richtung Osten, wo wir den Otway Fly Treetop Walk besuchten, im Prinzip wieder eine dieser begehbaren Stahlkonstruktionen, die in einen Regenwald reingebaut wurde – ähnlich dem was Chris und ich uns im Februar schon im Valley of the Giants angeschaut hatten. Ein bisschen grüner und feuchter war es hier, übersäht mit Dutzenden Farnen - dafür waren die Bäume nicht ganz so hoch wie die Riesen in Südwestaustralien. Danach ging es über eine kleine Piste nach Apollo Bay. Ab hier startet der ursprüngliche Teil der Great Ocean Road so wie man sie sich im Bilderbuch vorstellt – eine enge und kurvige Straße, die sich irgendwie an den Konturen der Steilküste orientiert und entlang schlängelt. Das heutige Wetter war nicht wirklich berauschend, es war wolkig und doch ziemlich kalt und windig – hat aber nicht geregnet. Das war irgendwo nett, es hat der ganzen Atmosphäre nicht geschadet, da dadurch auch das Meer nicht besonders still sondern ziemlich aufgewühlt und unruhig war und dies dem gesamten Ambiente einen rauen Touch verliehen hat. Felsen, dunkelgrüner Eukalyptuswald bis zur Küste und eine Straße treffen auf Wind, Wetter und das Meer das unentwegt an allem zehrt.
Gegen frühen Abend machten wir uns über Geelong auf den Weg in Richtung Melbourne, dem Ende meiner dreitägigen Tour und dem Zeitpunkt, an dem ich mich selber fragen musste, ob mir der Umstieg auf eine durchorganisierte Tour gefallen hat. Und ich muss sagen: Es war wirklich sehr nett. Sicherlich ist man nicht so flexibel und unabhängig wie mit dem eigenen Auto. Zudem sind Touren teurer und man sieht mehr Dinge in weniger Zeit, dafür wohl leider auch nicht immer so intensiv. Allerdings ist man auf einer Tour in einer größeren Gruppe von Leuten und nicht immer auf den gleichen kleinen Personenkreis fixiert. Man kann sich einfach mal zurücklehnen und den Tourguide den Bus fahren lassen, aus dem Fenster schauen, Fotos machen oder einfach nur schlafen oder lesen. Das Programm steht eh irgendwo in groben Zügen fest, man muss sich nicht durch Touristeninformationszentren fragen und im idealen Fall kann einen der Guide sowieso noch mehr über Hintergründe von allem aufklären. Man macht auch keine riesigen Wanderungen auf denen man nach halbem Wege enttäuscht feststellen muss, dass man sich überschätzt oder die verbleibende Resttageszeit falsch eingeschätzt hat. Irgendwo kann man alles etwas lockerer angehen, es wird doch schon auf einen aufgepasst und geschaut, dass alles glatt geht. Es ist mehr Perfektion im Ablauf, dafür weniger Unvorhergesehenes und Improvisationsbedürftiges. Oder sagen wir es etwas anders: Es ist mehr Urlaub und Entspannung, dafür allerdings weniger Abenteuer. Nun muss man sich nur noch fragen, was einem wichtiger ist, oder am besten: Wie man von beidem gleich viel bekommt.
Ich für meinen Teil habe mittlerweile beschlossen, dass ich auch auf Tasmanien eine organisierte Tour machen werde. Das soll nicht der neue Standard werden, ist aber eine gute Alternative. Ich könnte auch einen Camper für die gleiche Zeit mieten, wäre kostentechnisch gesehen vergleichbar – dann wäre ich allerdings sehr wahrscheinlich alleine und müsste auf kalten Campingplätzen frieren. Besser nicht. Und wenn ich bedenke, dass das Ende meiner Reise doch langsam immer näher rückt, habe ich sowieso nichts gegen etwas Entspannung am Schluss, Stress wird es zurück in Deutschland sowieso bestimmt wieder irgendwo geben. Gratis!

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Grampians Teil 2 und Great Ocean Road Teil 1 03.06.2008
Gleich in den Morgenstunden sind wir mit der Gruppe auf eine Erhebung gekraxelt, die sich „the Pinnacle“ nennt – eine Felsspitze über dem Tal von Halls Gap, von welcher aus man das Dörfchen und das gesamte Umland imposant überblicken kann. Dann ging es weiter, raus aus den Grampians, Richtung Süden und über Warrnambool endlich auf die Great Ocean Road –auf welche ich mich schon eine sehr lange Zeit gefreut hatte. Ich liebe Felsküsten und Küstenstraßen. Hier gibt es beides vereint, optimal. Schade, dass ich das mit Karre nicht selbst… lassen wir das. Dieses Mal werde ich gefahren und das Tolle daran ist: Ich kann beim Fahren sogar Fotos machen! Auch die Great Ocean Road hat wie alle anderen Steilküstenstraßen vorher (Nullarbor, Kalbarri NP) die Angewohnheit, den Besucher alle 5 Minuten erneut auf einen Parkplatz mit einer weiteren fotowürdigen Attraktion zu locken: Bay of Islands (Hier haben wir doch tatsächlich einen Southern Right Wal gesehen!!), Bay of Martyrs, London Bridge, Loch Ard Gorge und Twelve Apostles. Es gab für uns zusätzlich die Möglichkeit, einen kleinen Hubschrauberrundflug über die Twelve Apostles zu machen, da hab ich nicht nein gesagt, zumal ich noch nie in einem Hubschrauber gesessen hab und das schon immer mal machen wollte. Warum also nicht hier, kostete 60 Dollar, war kurz aber sehr schön! Ich glaube ich habe selten an einem Tag so viele Fotos gemacht (Uluru nicht mitgezählt…). Mal sehen was nach meiner Selektion davon übrig bleibt und auf dieser Seite landet.

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Grampians NP 02.06.2008
Zurück zum Thema Bustouren! Ab heute mache ich eine dreitägige Bustour mit Adventure Tours Australia, über die Grampians und die Great Ocean Road geht es bis nach Melbourne. Ich habe mich lange drum gedrückt, aber nachdem mich das Auto- und Fahrradglück verlassen hat, ist dies wohl nun neben dem langweiligen Greyhoundbus die einzige Möglichkeit vorwärts zu kommen. Mal schauen was das wird. Wenn man lange mit ein paar Leuten in einem kleinen Auto unterwegs war, fängt man an von diesen ganzen Touren die durch Australien kurven genervt zu sein, weil deren Reisebusse immer genau dann auf Parkplatz X von Nationalpark Y aufkreuzen, wenn man selbst gerade erst dort angekommen ist. Und das bedeutet dann immer Z Leute plus man selbst an einem wunderschönen Ort, der am besten zu erleben ist, wenn absolut gar niemand da ist. Definitiv mindestens Z Leute zuviel. Das mag nun arrogant klingen, ist aber nicht böse gemeint – soll nur die Tatsache ausdrücken, dass Natur nun mal schöner in unberührter Form ist und die Reisebusse leider eine Neigung zur Omnipräsenz aufweisen. Nun ja. Zeiten ändern sich und der arrogante Auto – Backpacker der alles für sich allein haben will wurde abgestraft und muss nun selbst in einem dieser Busse sitzen!
Los ging es fast mitten in der Nacht, zumindest für meine momentanen Verhältnisse. Über die Adelaide Hills (die motorisiert doch viel angenehmer zu erleben sind…) und viele kleine Örtchen fahren 3 Engländer, 2 Schotten, 2 Franzosen, eine Dänin, der Tourguide und meine Wenigkeit stets nach Osten. Bis zur Grenze nach Victoria und darüber hinaus erreichen wir gegen frühen Nachmittag die Grampians, einen sehr hügeligen Nationalpark. Eine Wanderung auf den so genannten Hollow Mountain und die Bewunderung der leicht plätschernden McKenzie Falls – schon ist der schöne erste Tag wieder vorbei. Um 5:30 Uhr ist stockfinstere Nacht, es ist wirklich Winter hier – falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte... Übernachten tun wir in Halls Gap in einem sehr netten kleinen Ferienhäuschen, das wir als Gruppe für uns ganz allein haben. Bisher gefällts!

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Ein letzter Tag in Adelaide 01.06.2008
Mit dem heutigen Tag werde ich mich endgültig aus Adelaide verabschieden, die Fahrradtour mitgerechnet war ich nun 3 Mal hier, aber mir gefällt es hier ja auch! Um mich final noch mal an meine wunderbare Fahrradidee zu erinnern, haben wir heute noch eine Mini - Fahrradtour vom Stadtzentrum bis zur Küste gemacht, diesmal mit geliehenen Fahrrädern – denn die gibt es komischerweise in Adelaide umsonst für einen ganzen Tag zu mieten. Und das ganze mit Schloss, Fahrradhelm und Karte! Und die Fahrräder waren wirklich absolut in Ordnung! 100 Mal besser als die Gurken, die wir auf Rottnest Island hatten wofür wir auch noch bezahlen mussten! Ist irgendeine vom City Council finanzierte Aktion, aber unglaublicherweise darf dafür nicht geworben werden – deswegen weiß davon niemand und niemand benutzt die Räder. Wahrscheinlich genau der Grund, warum die Räder in so einem tollen Zustand waren. Nun ja, wenn man also mal nach Adelaide kommt und man Begeisterung für Schmerzen in Bein und Po für Lau aufbringen kann, dann mal nach Adelaide City Bikes erkundigen oder ergoogeln. Das wollte ich noch gesagt haben. Und natürlich noch ein paar letzte Bilder aus dieser Stadt, in der es nun doch schon ganz schön herbstlich aussieht.

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