Kovus Welt

Kilometer 18660: Litchfield NP 28.04.2008
Nach einer wunderbaren Nacht in Adelaide River auf dem Showground Campingplatz (5 Dollar pro Person und Nacht – sehr empfehlenswert!) ging es heute Morgen sofort in den Litchfield Nationalpark, die letzte Etappe vor Darwin. Dieser Nationalpark ist ein beliebter Tagesausflug für Touristen aus Darwin kommend, gute Straßen verbinden hier fast jede Attraktion und man ist hier ganz bestimmt an keiner dieser Sehenswürdigkeiten alleine. Es ist eher eine Schnitzeljagd mit den ganzen Touristenbussen die man hier spielt, gewonnen hat der, der die besten Fotos von Attraktionen ohne lästige Menschenmassen machen kann. Gar nicht so einfach…
Wir haben uns auf die riesigen Termitenhügel, die Wangi-, Tolmer und Florence Wasserfälle beschränkt – mehr Zeit konnten wir leider nicht aufbringen. Leider lagen diese Dinge alle auch im Hauptfokus der sonstigen Reisebusse, schön war es trotzdem (vor allem da wir zur perfekten Jahreszeit hier sind! Nach der Regenzeit sind die Wasserfälle logischerweise am schönsten…!) – auch wenn man sich das Wasser im Pool der Florence Falls beim Baden mit ca. 35 anderen Leuten teilen musste.
Am späten Nachmittag sind wir dann die letzten 100 Kilometer nach Norden gefahren und haben in der Abenddämmerung Darwin erreicht – unsere Endstation auf unserer Westküstentour. Carolin wird von hier aus an die Ostküste fliegen und versucht irgendwie einen Job auf einer Cattle Station zu bekommen. Frank 1 will auch an die Ostküste und dort irgendwas ernten. Was ich genau mache wird sich morgen entscheiden…

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Kilometer 18354: Katherine und Nitmiluk NP 27.04.2008
Karre fährt wieder. Unter gewissen Umständen. Die Reparatur der Lichtmaschine inklusive Abschleppgebühren hat mich ein erschreckendes Vermögen gekostet, aber die Alternativen waren noch weniger erfreulich. Ich hätte das Auto für ungefähr einen Dollar in Kununurra verkaufen können, aber das hätte uns auch nicht wirklich weiter gebracht, Bustickets kosten hier auch unglaublich viel und irgendwie wollten wir ja doch noch nach Darwin kommen.
Frank 2 ist übrigens am gestrigen Tage in Kununurra ausgestiegen, er hat ein Angebot für einen Job in der Nähe von Port Headland und fährt mit dem Bus in die entgegengesetzte Richtung zurück. Also haben wir uns nur noch zu dritt auf die 500 Kilometer Tour nach Katherine gewagt, um am heutigen Tage mit unserem vorletzten Besichtigungsprogramm vor Darwin zu starten: Nitmiluk Nationalpark inklusive Nitmiluk Gorge und Edith Falls.

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Kilometer 17842: Karre bereitet große Sorgen 23.04.2008
Gut, dass wir die Straße in Richtung Wolfe Creek Crater nicht befahren konnten – sonst hätten wir unsere zweite Autopanne nämlich an einem Ort gehabt, an dem uns wahrscheinlich endgültig das Lachen vergangen wäre (für alle die den Film nicht kennen: Es gibt einen australischen Horrorfilm mit dem Namen „Wolfe Creek“ und deren Hauptdarsteller erfahren mit ihrer Autopanne an genau diesem Ort nicht wirklich einen Glücksgriff in Sachen Schicksal…).
Wie auch immer. Karre ist kaputt. Und wo sind wir? 70 Kilometer südlich von Kununurra im absoluten Nirgendwo. Leider ist die nächste Werkstatt dieses Mal nicht wie in Shark Bay einen Kilometer entfernt und leider kann man von hier auch sowieso absolut niemanden anrufen. Am Vorabend haben wir bereits bei unserer Ankunft auf unserem gewählten Rastplatz festgestellt, dass irgendwas mit der Lichtmaschine nicht in Ordnung war. Dies wurde am nächsten Tag dann zu einem großen Problem, denn das Auto wollte einfach nicht mehr anspringen. Die Batterie war absolut leer und nach zwei Versuchen, das Auto mit einem Startkabel (ungefähr alle 5 Minuten kam mal ein Auto vorbei und von denen hatte ungefähr jeder Vierte ein Startkabel…) irgendwie wieder permanent zum Fahren zu bewegen, mussten wir einsehen, dass es absolut keinen Sinn hatte. Die Lichtmaschine war definitiv kaputt.
Einige Panikattacken später hatten wir dann doch irgendwie das Glück, dass der einmal am Tag vorbeifahrende Greyhoundbus direkt neben uns anhielt und uns anbot, nach Kununurra mitzufahren um irgendwie Hilfe zu erhalten. Diese Chance mussten wir wahrnehmen. In Kununurra schickte ich dann den örtlichen Abschleppservice auf ein für meine Person wirklich teures Abschleppvergnügen zurück in Richtung Süden, um das kränkelnde Auto aufzusammeln.
Und schon hieß es wieder: Warten auf die Reparatur und somit Zeit vertrödeln in einem Ort, der ohne Transportmittel nichts bietet außer einen Konsumtrip im Supermarkt. Kennen wir das nicht irgendwoher? Hilfe!

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Kilometer 16655: Broome und Geikie Gorge NP 20.04.2008
Broome – ein Musterbeispiel für eine Touristenhochburg. Für uns eher mal wieder ein Zivilisationszwischenstopp, der nach Karijini dringend notwendig war. Karre sollte hier tatsächlich die erste Autowäsche über sich ergehen lassen (… seitdem ich das Auto besitze!!!). Außerdem mussten wir uns hier ein bisschen über die Straßenlage in den Kimberleys informieren, allerdings war das Ergebnis dieser Informationsrunde mehr als ernüchternd. Uns war schon klar, dass wir die Gibb River Road auf keinen Fall machen könnten, allerdings hatten wir gehofft wenigstens die kleine Runde via Windjana Gorge absolvieren zu können – aber auch dieses Offroad Abenteuer wäre für Karre nicht machbar gewesen. Nun gut. Lassen wir die Kimberleys also einfach mal ausfallen und fahren über den Highway 1 fleißig drum rum.
Neben einigen kleinen Attraktionen in Broome ging es dann 2 Tage später direkt wieder weiter in Richtung Osten, wo wir im Geikie Gorge Nationalpark wenigstens ein bisschen Kimberleyrandluft schnuppern durften. Ein süßer kleiner Nationalpark mit einer netten Straße die ganz prima für normale Autos gepflastert wurde bietet dem frustrierten 2WD Enthusiasten hier wenigstens eine kleine Alternative zu den Kimberleys. Ein sehr schönes Flussbett, dessen begrenzende Felswand besonders im Abendrot wunderbar schimmert ist hier zu bewundern. Wir waren genau zu dieser Tageszeit anwesend, allerdings schon fast etwas zu spät denn die Dunkelheit hat uns bei unserer kleinen Wanderung die wir hier machten fast schon etwas zu früh ertappt. Machte aber nichts, dafür hatten wir den Nationalpark fast für uns alleine und konnten ohne Bedenken den tollen Echoeffekt im Flussdelta auskosten, wenn man hier laut genug schreit und niemand in der Nähe ist hört man seine eigene Stimme noch 4 Sekunden später nachhallen.
Auf unserer Rückfahrt gab es dann tatsächlich die erste richtige Schlangenbegegnung für mich in Australien, unglaublich dass man dafür erst fast einmal um den Kontinent rumreisen muss, aber das wurde mir ja schon im Voraus prognostiziert. Australien ist voller Schlangen, aber meistens hört man nur noch ein Rascheln oder sieht etwas langes Dunkles im letzten Moment weghuschen. Die heutige Schlange, die sich mitten auf der Straße in suizidhafter Weise räkelte und sich nur sehr langsam und gemächlich fortbewegen wollte, gönnte uns ein paar nette Schnappschüsse mit der Kamera im Lichtkegel von Karre, wohl bewusst mit sicherem Abstand und maximalem Zoom um nichts zu riskieren. Ob sie giftig war weiß ich nicht, meine Schlangenkenntnisse sind für eine Bestimmung ganz bestimmt nicht ausreichend. Auf jeden Fall war es süß anzusehen, wie sie sich langsam und nicht wirklich selbstsicher ihren Weg durchs Dickicht erzischelte.

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Kilometer 15561: Karijini Nationalpark 18.04.2008
Wieder einige 100 Kilometer weiter offenbart sich uns eine Art Landschaft, die ich in Australien noch nicht so oft sehen durfte: Berge! Nicht wirklich wie die Alpen, allerdings sind wir auf unserer Fahrt weiter ins Inland doch in etwas höhere Regionen vorgestoßen und die höchsten Erhebungen messen hier bis zu 1200 Meter! Ganz schön hoch für Australien. Der Karijini Nationalpark ist recht groß bemessen und man muss doch ganz schön viel hin und her fahren wenn man die meisten Dinge sehen möchte. Das Hauptproblem ist da eigentlich nur noch, dass außer der Hauptdurchgangsstraße fast alles nur Piste ist und man so extrem lange braucht – je nach Beschaffenheit der Straße. Insgesamt sind wir hier fast 300 Kilometer Piste gefahren, nur um von A nach B und zurück nach C zu kommen. Angeschaut haben wir uns den Hamersley Gorge (sehr nett, aber ich würde dem riesigen Umweg nicht noch mal fahren – die anderen Schluchten sind eigentlich noch schöner…), den Weano Gorge (absolut genial, vor allem der Spiderwalk wo man in der Schlucht nur mit Badehose wandern kann weil man sich im Prinzip im Fluss selbst fortbewegt war absolut toll - leider habe ich davon keine Bilder da zuviel Wasser für die Technik…), den Joffre Gorge (ebenso schön wie im Weano Gorge kann man hier toll in den Schluchten schwimmen, ist aber nicht so abenteuerlich wie der Weano Gorge) und den Dales Gorge (der ist auch genial, ist aber eher ein Walk mit einigen kleinen grün bewachsenen Tümpeln zwischendurch, in denen man auch prima baden kann, durchsetzt mit kleinen Wasserfällen hier und da…). Um neben den ganzen Schluchtenwanderungen noch etwas Abwechslung zu erfahren, haben wir uns am Morgen unseres zweiten Tages hier im Park noch die Besteigung von Mt. Bruce gegönnt, einen 9 Kilometer - Marsch auf den zweithöchsten Berg Westaustraliens (1235 Meter), welcher mit einer absolut genialen Aussicht auf das komplette Umland belohnt wird.
Karijini ist irgendwo ein Stück Australiens so wie man es sich wirklich vorstellt. Karre hatte selbst nach Uluru und Kings Canyon noch nie so viel an sich haftenden roten Staub, im Prinzip war nach unserer Rückkehr von diesem Ort wirklich alles rot. Rote Hose, rotes T-Shirt, rote Teller, Töpfe, Sitze, Fenster. Überall hängt der feine rote Sand und ich werde wahrscheinlich noch die nächsten zwei Wochen putzen müssen um die gröbsten Spuren davon zu entfernen.

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Kilometer 14597: Cape Range Nationalpark 15.04.2008
Gestern Abend sind wir nach dem Tauchen noch in den Cape Range Nationalpark gefahren, welcher von Exmouth gesehen aus gleich um die Ecke liegt. Über den nördlichsten Punkt der Halbinsel fährt man einfach die Straße entlang zurück in Richtung Süden – der Cape Range Nationalpark ist im Prinzip der westliche Teil der Halbinsel und wird im Osten durch eine Hügelkette begrenzt. Wie in Coral Bay liegt vor der Küstenregion von Cape Range gleich der Ningaloo Marine Park. Recht viele Naturcampingplätze gibt es hier, allerdings mussten wir gleich in unserer ersten Nacht feststellen, dass wir doch evtl. besser eine Reservierung hätten machen sollen – durch die Ferienzeit ist momentan ziemlich viel los hier und aufgrund der Anzahl der Campingplätze sind wir eigentlich davon ausgegangen, dass noch viel frei ist. Nun ja, wir sind nun schlauer.
Ein großes Programm braucht man sich hier gar nicht zusammenstellen, fast alle Campingplätze liegen direkt am Meer und man kann hier noch besser Schnorcheln gehen als in Coral Bay. Außerdem ist es viel zu heiß um groß rum zu laufen, wir haben uns als einzige Inlands-Attraktion Yardie Creek angeschaut. Ganz nett, aber ich mag das Meer dann doch lieber. Beim Schnorcheln bin ich übrigens auf zwei recht große Rochen gestoßen, die sich tagsüber hier im etwa 1 Meter tiefen Wasser gerne sonnen. Einen davon habe ich ganz genau unter die Lupe genommen, Auge in Auge lagen wir unter Wasser auf dem sandigen Boden und er hat sich überhaupt nicht an meiner Anwesenheit gestört, nur als ich angefangen habe ihn zu streicheln war er wohl etwas genervt und ist davon geschwommen.

Youtube - Links:
Rochen

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Kilometer 14507: Immer noch Tauchen in Exmouth 14.04.2008
Nach dem gestrigen Tag habe ich nun endlich meinen Advanced Tauchschein vervollständigt. Heute ging es dafür zur Belohnung noch auf zwei Spaßtauchgänge, ohne irgendwelche Übungen zwischendurch. Unser Divecenter bietet hier in Exmouth das so genannte Navy Pier zum Tauchen an, im Prinzip ein Schiffsanlegestelle, die irgendwann mal von Amerikanern errichtet wurde, um eine U-Boot Kommunikationsanlage in die Landschaft nebenan klatschen zu können (13 über 300 Meter hohe Funktürme, die man wirklich nicht übersehen kann… ). Die Funktürme stehen immer noch, das Pier auch - die Funktürme werden wohl noch benutzt, das Pier eher weniger, auf jeden Fall zum größten Teil nur noch für nichtmilitärische Zwecke wie die unseren. Unter dem gigantischen Metallgerüst hat sich im Laufe der Jahre ein wunderbares Riff gebildet. Natürlich ist das ganze etwas künstlich entstanden, ohne Menschenhand wäre hier wohl nicht unbedingt so viel zu sehen, aber die Natur hat sich hier zurückgeholt was ihr genommen wurde und so bevölkern nun gigantische Fischschwärme die Umgebung um die Metallstangen. Auch einige Riffhaie konnten wir hier am Boden ruhen sehen, diese blieben seltsamerweise absolut unbeeindruckt von unserer Anwesenheit dort liegen und ließen sich nicht stören. Die Sicht war nicht unbedingt atemberaubend, die Gezeiten hatten viel Krempel im Wasser aufgewühlt, das hat dem Ganzen allerdings nicht wirklich geschadet, denn das Tauchen zwischen den messerscharfen Korallenstangen war wirklich toll und aufregend, meiner Meinung nach jedoch auch ganz schön fordernd, denn die Strömung war am heutigen Tag ebenso stark und manches Mal musste man doch ganz schön aufpassen. Einerseits um ja keine Korallen zu zerstören, andererseits weil es sonst wirklich schmerzhaft hätte werden können.
Die Fotos die ich gemacht habe sind mal wieder ziemlicher Unfug, da schlecht belichtet oder verwackelt, aber vielleicht werde ich noch einmal ein Video auf Youtube hochladen…

Youtube - Links:
Riffhai

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Kilometer 14507: Exmouth – schnorcheln mit Walhaien 11.04.2008
Gestern in Exmouth angekommen war unser erstes Hauptanliegen das Finden einer geeigneten Tauchschule, denn Caro und die beiden Franks wollten ihren Open Water Tauchschein hier machen. Ich hingegen hatte mir vorgenommen, meinen Advanced Tauchschein zu vollenden für den ich in Queensland im Dezember ja schon den Tiefen- und den Wracktauchgang gemacht hatte.
Das ganze startet für mich erst am Sonntag, am heutigen Tag war ich deswegen erstmal auf einem Tauch- / Schnorcheltrip mit dem Schwerpunkt Wahlhaie. Walhaie durchstreifen das Ningaloo Riff jedes Jahr irgendwann zwischen März und Juli und man hat hier die Gelegenheit einen Tag lang auf die Suche nach ihnen zu gehen und mit ihnen zu schwimmen, wenn man einen findet. Tauchen ist nicht erlaubt, nur schwimmen und schnorcheln und das ganze erfolgt unter strikter Aufsicht und mit jeder Menge Auflagen, zum Schutz der Tiere vor nervigen Menschen wie mir und das ist auch gut so.
Unterstützt werden diese Touren aus der Luft, mit kleinen Einpropellermaschinen wird das Riff überflogen und nach Walhaien abgesucht. Sobald ein Walhai gefunden wurde, werden die GPS Koordinaten an das Tauchboot durchgegeben und der Walhai wird angesteuert, in der Hoffnung, dass er nicht auf dem Weg dorthin einfach abtaucht, was durchaus oft passiert. Ist man dann doch irgendwann angekommen und der Walhai noch dort, muss alles ganz schnell und trotzdem vorsichtig vorgehen, man möchte den armen Hai nicht erschrecken aber die Schwimmer wollen ihn ja doch irgendwie sehen. Und da kann ich momentan nur einen Kommentar zu abgeben: Das ganze Unterfangen ist ganz sicher nichts für alte Leute oder langsame Schwimmer. Selbst mit Flossen ist das ganze ein absolut anstrengendes Erlebnis, im Prinzip sprintet man die ganze Zeit neben dem Hai her und merkt gar nicht wie man sich verausgabt da es einfach nur atemberaubend (auch im wahrsten Sinne des Wortes…) ist neben ihnen entlang zu schwimmen und sie zu beobachten. Wenn der Hai mit seinen absolut ruhigen und langsamen Schwimmbewegungen dann nach 30 – 60 Sekunden trotzdem bewiesen hat, dass er mit wenig Aufwand einfach unschlagbar schnell ist und langsam im dunklen Blau des Meeres entschwindet, stellt man plötzlich fest, dass man so derart außer Atem ist, dass man am liebsten gleich in Ohnmacht fallen möchte. Das ganze macht man ungefähr 5 - 7 Mal, dann ist man reif fürs Bett. Die Haie waren die ganze Zeit ziemlich unbeeindruckt von unserer Anwesenheit und über unsere hektischen Versuche mit ihnen gleichauf zu bleiben schmunzeln sie wahrscheinlich immer noch…
Einige Videos habe ich von der ganzen Sache gemacht (Fotos machen braucht man gar nicht erst versuchen… zumindest nicht mit meiner Kamera...), ist mal wieder nicht besonders oscarverdächtig und eine ruhige Hand hab ich auch nicht wirklich dabei, aber ich denke dafür, dass ich nebenher einen Schwimmsprint hingelegt habe ist es ganz okay…

Youtube - Links:
Walhai 1
Walhai 2
Walhai 3

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Kilometer 14346: Coral Bay 09.04.2008
Nach einem Zwischenstopp in Carnavon am gestrigen Tag sind wir heute mit dem Auto bis nach Coral Bay durchgefahren. Leider war der direkte Weg nach Coral Bay durch die Überflutungen immer noch gesperrt, so mussten wir leider den nördlich gelegenen Highway nehmen und dann an der Kreuzung Coral Bay / Exmouth wieder nach Süden fahren - waren ja nur schlappe 150 Kilometer Umweg…
Ob es sich gelohnt hat weiß ich nicht wirklich – Coral Bay ist schön und nett gelegen, aber irgendwo doch nur ein (überbevölkertes) Touriresort am Strand – man hat gar keine große Wahl wenn man hier campen möchte. Es gab in unserem Camp 4 Buch noch einen Campingplatz weiter südlich der mit Sicherheit um einiges schöner gewesen wäre – leider war der aufgrund der Überschwemmungen nur sehr schwer oder wohl auch gar nicht erreichbar. Nun ja, trotz allem hat man hier das Ningaloo Riff direkt vor der Haustür und man kann im Prinzip direkt vom Strand aus im Riff Schnorcheln gehen, was wir am nächsten Morgen auch gleich getan haben.

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Kilometer 13594: Gestrandet in Shark Bay 07.04.2008
Wir sitzen fest. Und das nun schon seit 5 Tagen. Von Donnerstag bis Samstag hat es hier so viel geregnet, dass wir frustriert auf einem Campingplatz in Denham abgestiegen sind und die Tage mit Kartenspielen schneller vergehen lassen mussten – denn wenn es regnet kann man hier als Camper mal überhaupt nichts machen. Die Straßen in Richtung Norden sind zum größten Teil alle gesperrt und hier in der Umgebung kann man auch nichts anschauen da alles überflutet ist. Als wir uns dann Samstagmorgen entschieden haben, trotz etwas Restregen doch noch etwas zu unternehmen, kam zu allem Übel noch die Tatsache hinzu, dass Karre nicht mehr starten wollte. Also musste ich den Mechaniker rufen und das arme kleine weiße Auto wurde dann von diesem spontan abgeschleppt, am Montagabend könnte ich mich melden und mal fragen was los sei. Das habe ich heute getan, Karre ist repariert, hat auf meine Anfrage sogar noch einen Satz neue Keilriemen bekommen und fährt nun wieder. Hoffentlich passiert so etwas nicht noch mal, mein Portemonnaie wurde durch diese ganze Geschichte ganz schön erleichtert und ich mag mir gar nicht ausmalen, was es kostet wenn ich mich irgendwann mal aus dem Outback abschleppen lassen muss! Dass Karre hier in Denham stehen geblieben ist, wo es Telefon und Mechaniker gibt, war dann doch irgendwo Glück im Unglück.
Nun ja, morgen versuchen wir mal endgültig von hier wegzukommen, man wünsche uns viel Erfolg dabei. Wenigstens waren einige der Camper hier auf dem Campingplatz ziemlich freundlich und haben uns heute nach Monkey Mia ins Delfinresort gefahren und sogar wieder abgeholt – obwohl das über 25 Kilometer entfernt ist. Wirklich nett war das, so konnten wir wenigstens den heutigen Tag vernünftig nutzen. Das Delfinresort selbst war gar nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt habe – irgendwie sieht man da immer nur Bilder von, wie tausende Touristen am Strand stehen und Fotos von den Delfinen machen während sie gefüttert werden. Bei uns war das ganze sehr relaxt, die Delfine waren trotzdem da obwohl es gerade nichts zu essen gab und haben sich im sehr flachen Wasser gewälzt. Das war schön anzusehen, trotzdem mag ich lieber Haie!!

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Kilometer 13141: Kalbarri Nationalpark 02.04.2008
Nachdem wir das Fürstentum am gestrigen Morgen wieder verlassen hatten und über die nächst beste Piste wieder den Weg auf eine geteerte Straße gefunden haben, waren wir auch fast an unserem eigentlichen Ziel für die nächsten zwei Tage angelangt: Dem Kalbarri Nationalpark, östlich der gleichnamigen Stadt am Meer gelegen. Einige Kilometer vor der Stadt kann man bereits vom Highway abfahren und einige schöne und direkt an der Küste des Nationalparks gelegene Aussichtspunkte anschauen. Diese haben mich etwas an das Nullarbor erinnert, nur dass es hier nicht ganz so tief und steil runter geht, das Kliff ab halber Höhe nur noch seicht abfällt und außerdem die Farbe der Felsen etwas anders ist.
Kalbarri (die Stadt) selber ist meiner Meinung nach wieder nur so groß und gut mit Zivilisation bestückt, weil der Nationalpark eine Menge Touristen anzieht und diese versorgt werden wollen. Recht schön am Meer und an der Mündung des durch den ganzen Nationalpark fließenden Murchison Rivers gelegen gibt es hier wie immer alles was man braucht zu recht erschwinglichen Preisen. Meiner Meinung nach wird es mit jedem Kilometer den wir nach Norden fahren günstiger, aber der Eindruck mag auch täuschen. Auf jeden Fall gab es das Kilo Möhren wieder für 1,09 Dollar und nicht für 3,49 wie neulich im Woolworth in der Nähe von Perth! Das ist doch schon mal was. Der Sprit hingegen wird natürlich wieder teurer.
Gegen Ende des gestrigen Tages haben wir uns dann noch in den (zu bezahlenden) Teil des Nationalparks gewagt und 3 Stunden vor der Abenddämmerung noch die „Z Bend“ Wanderung gemacht. 25 Kilometer recht gute Piste sind dafür zu befahren – dafür gab es dann aber auch tolle Blicke auf die von der Abendsonne angestrahlten orangeroten Felsformationen rund um die Murchison River Schlucht. Ein paar nette Klettereien später durch eng geschnittene Felsspalten und wir standen direkt an dem hier doch recht reißenden knallgrünen Fluss, der so gut zu den roten Steinen und dem tiefblauen Himmel passt. Leider konnten wir nicht so lange dort verweilen, da die Sonne doch schon recht nah am Horizont stand und wir unseren Rückweg nicht erst in kompletter Dunkelheit antreten wollten.
Eine Übernachtung auf einem tollen Campingplatz in Kalbarri selbst später (mit gratis Internet!) fanden wir uns auch schon erneut auf der gleichen gelben Piste wieder – heute wollten wir noch die Loop – Wanderung machen, die mit 4 Stunden etwas länger angesetzt war. Hier wartete erneut ein toller Track auf uns – diesmal ein Rundweg, der zur einen Hälfte oben auf den Klippen lang läuft, dann aber recht bald direkt nach unten an den Fluss führt wo wir toll baden konnten.

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